Electrolux streicht 400 Jobs in Friaul

2. März 2009, 11:26
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Die italienische Haushaltsgeräte-Industrie kommt ins Schleudern, die Regierung Berlusconi beschließt ein Hilfspaket

Rom - Die Krise belastet die Haushaltsgeräteindustrie in Italien immer mehr. Die Gruppe Electrolux will in ihrer Produktionsanlage in Friaul 400 Stellen abbauen. In dem Werk, in dem derzeit noch 1.800 Personen arbeiten, sollen künftig nur noch Haushaltsgeräte im höheren Preissegment produziert werden. In den vergangenen Jahren war die Produktion von 2,2 Millionen auf 1,5 Millionen Haushaltsgeräte pro Jahr gesunken.

Electrolux hat ein rigides Sparprogramm in Italien bekanntgegeben. Das Produktionswerk im toskanischen Scandicci, in dem 370 Arbeitnehmer beschäftigt sind, wird verkauft. Die 300 Mitarbeiter des norditalienischen Werks in Susegana wurden zwei Jahre lang auf Lohnausgleichskasse gestellt.

Auch der italienische Haushaltsgeräteherstellers Indesit steckt in der Krise. Der Konzern will sein Produktionswerk in None bei Turin schließen, in dem Spülmaschinen der neuen Generation hergestellt werden. 600 Jobs sollen wegrationalisiert werden. Die Produktion soll im polnischen Indesit-Werk von Radomosko konzentriert werden. Probleme gibt es auch bei der Gruppe Whirlpool, die 431 Jobs in ihren Produktionswerken in der Lombardei streichen will.

Um der krisengeschüttelten Haushaltsgeräteindustrie unter die Arme zu greifen, hat die Regierung Berlusconi ein Hilfspaket beschlossen. Die Regierung hat Prämien für die Verschrottung alter Elektrogeräte eingeführt. (APA)

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