Musik und Spiele: Vivendi spürt Krise kaum und erhöht Dividende

2. März 2009, 11:01
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Konzernumsatz wuchs um 17 Prozent auf 25 Mrd. Euro - Überschuss stagnierte bei 2,6 Mrd. Euro - 2009 deutliche Ertragssteigerung erwartet - Mehr Internet-Verkäufe, guter "Mamma-Mia!"-Absatz

Der weltgrößte Anbieter von Musik und Videospielen, Vivendi, erwartet trotz Wirtschaftskrise einen steigenden operativen Gewinn und erhöht die Dividende. "Wir haben unsere Ziele erreicht und werden unser rentables Wachstum fortsetzen", erklärte Konzernchef Jean-Bernard Levy am Montag in Paris. Vivendi hat 44.000 Mitarbeiter in 77 Ländern und umfasst unter anderem die Universal Music Group, den Spieleanbieter Activision Blizzard, die Mobilfunkfirmen SFR und Maroc Télécom und den TV-Anbieter Canal+.

Konzernumsatz wuchs um 17,2 Prozen

2008 wuchs der Konzernumsatz um 17,2 Prozent auf 25,39 Mrd. Euro. Der Überschuss stagnierte bei 2,6 Mrd. Euro, wäre bei konstantem Konsolidierungskreis aber um 8,4 Prozent gewachsen. Für 2009 erwartet Vivendi operativ ohne Sondereinflüsse eine deutliche Steigerung des Ertrags. Der Konzern will die Dividende um 7,7 Prozent auf 1,40 Euro je Aktie erhöhen.

"Mamma Mia!"

Universal Music (UMG) steigerte 2008 die Verkäufe im Internet um 31 Prozent und verdiente gut an der Musik zum Film "Mamma Mia!". Doch der Gesamtumsatz sank wechselkursbedingt um 0,8 Prozent auf 5,65 Mrd. Euro. Operativ verdiente UMG 686 Mio. Euro, ein Zehntel mehr als 2007. Auf Activision Blizzard entfielen zuletzt vier der zehn weltweit meistverkauften Videospiele; mit dem Online-Game "World of Warcraft" wieder Spitze in Europa und Nordamerika. Der Umsatz verdoppelte sich durch Zukäufe auf 2,1 Mrd. Euro, was aber auf Kosten der Rentabilität ging. Mobilfunk- und TV-Geschäft trotzten der Krise. (APA)

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