Bildungshungrige willkommen

2. März 2009, 10:17
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Ab Donnerstag öffnet die Berufs- und Studienmesse (BeSt) 2009 ihre Pforten in Wien

Seit 24 Jahren stellt die BeSt - Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung eine Plattform für Bildungsanbieter dar, um sich Schülern und Maturanten, Studierenden und Weiterbildungswilligen zu präsentieren. Kommende Woche, von 5. bis 8. März, macht die Messe Halt in der Wiener Stadthalle, drei Wochen später, zwischen 26. und 28. März, im Messezentrum Klagenfurt.

Zu den Ausstellern zählen u. a. Universitäten, Kollegs, Fachhochschulen, Akademien, Sprachschulen, Interessenvertretungen sowie Firmen, die über Arbeitsplätze und betriebsinterne Weiterbildungsprogramme informieren. Veranstalter sind das Unterrichtsministerium, das Wissenschaftsministerium sowie das AMS Österreich.

Große Zufriedenheit

Im Vorjahr waren etwa 320 Aussteller in Wien, davon fast ein Fünftel aus dem Ausland. Rund 80.000 Besucher fanden den Weg zur Messe in die Bundeshauptstadt, von denen 1406 an einer Umfrage teilgenommen haben. Fast 70 Prozent der BeSt-Besucher waren demnach weiblich, knapp zwei Drittel waren zwischen 16 und 19 Jahren alt. Unter 16 waren zehn Prozent, etwa doppelt so viele waren zwischen 20 und 40 Jahre alt. 60 Prozent gaben an, das erste Mal zur Berufs- und Studienmesse gekommen zu sein.

Wenig mehr als die Hälfte der Messebesucher waren Schülerinnen und Schüler, 22 Prozent hatten bereits maturiert, acht Prozent sind schon immatrikuliert. Als "andere Weiterbildungsinteressierte" deklarierten sich zwölf Prozent. Der Anteil der Begleitpersonen entsprach mit sechs Prozent in etwa demjenigen der über 40-Jährigen. Die Wienerinnen und Wiener waren klar in der Überzahl und machten 47 Prozent der Anwesenden aus. Ein Drittel reiste aus Niederösterreich an, sechs Prozent aus dem nahen Burgenland. Weitere 15 Prozent kamen aus den anderen sechs Bundesländern.

Das Angebot entsprach den Vorstellungen der Bildungsinteressierten: Nur 15 Prozent zeigten sich auf Nachfrage unzufrieden, dennoch gaben 95 Prozent ihre Zufriedenheit mit dem Gesamteindruck der Messe zu. Vor allem die Möglichkeit der persönlichen Beratung wurde goutiert. 57 Prozent fanden diese "sehr gut", 32 Prozent "eher gut".

Die Interessengebiete stellen sich wie folgt dar: Fast 60 Prozent informierten sich über ein Universitätsstudium, 41 Prozent über die Ausbildung an einer FH. Ein Zehntel war an einer postgradualen Ausbildung interessiert. Über Auslandsaufenthalte und -studien informierten sich 30 Prozent der BeSt-Besucher. 17 Prozent waren auf Auskünfte zur Lehrausbildung aus, 14 Prozent präferierten den direkten Berufseinstieg.

Workshops und Vorträge

Das Rahmenprogramm der BeSt 2009 in Wien besteht aus einer Vielzahl an Vorträgen und Workshops. Unter anderem sind Mitarbeiter von Non-Profit-Organisationen vor Ort, die für das Freiwillige Soziale Jahr werben. In dieser Zeit - meist zwischen Matura und Studienbeginn - sollen verborgene Talente entdeckt und bekannte Fähigkeiten ausgebaut werden. Die "Auszeit vom Lernen" und die Möglichkeit zur persönlichen Reflexion in einem neuen Tätigkeitsgebiet sollen dabei helfen, die richtige Berufsentscheidung zu treffen.

Die Akademie für Schauspiel und emotionale Kultur ist mit dem Schauspielworkshop "Act & Fun" vor Ort, weitere Angebote beschäftigen sich etwa mit den Themen "Gamedesign" oder "Tourismus und Management". Die Universität Wien richtet einen eigenen Vortragssaal ein. (mad/DER STANDARD-Printausgabe, 28.2./1.3. 2009)

  • Auf der BeSt 2009 finden Weiterbildungsinteressierte viele fachlich versierte GesprächspartnerInnen.
    foto: standard/best

    Auf der BeSt 2009 finden Weiterbildungsinteressierte viele fachlich versierte GesprächspartnerInnen.

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