Hahn stellt heuer 50 Millionen Euro bereit

2. März 2009, 09:41
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Ab 2010 sollen Universitäten die Mehrkosten für den Kollektivvertrag aus dem Globalbudget selbst tragen - Mit Infografik

Wien  - Das Wissenschaftsministerium stellt für die Finanzierung des geplanten Kollektivvertrags (KV) für Universitätsbedienstete im laufenden Jahr 50 Mio. Euro zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine einmalige Zahlung zum Start des KV, unabhängig von den 400 Mio. Euro, welche die Unis zwischen 2010 und 2012 jährlich zusätzlich zum bisherigen Budget erhalten sollen, hieß es aus dem Büro von Wissenschaftsminister Johannes Hahn gegenüber der APA. Die Rektoren wurden am Wochenende von dieser Maßnahme informiert.

Ab 2010 müssten die Universitäten die aus dem KV entstehenden Mehrkosten - die Rektoren rechnen mit 50 bis 80 Mio. Euro - aus ihrem Globalbudget tragen. Ende Mai, Anfang Juni sollen mit den einzelnen Unis die Verhandlungen über die Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2010 bis 2012 und damit über deren Budgets beginnen.

Rektorenkonferenz tagt

Hahns Finanzierungszusage kommt rechtzeitig vor der wahrscheinlich entscheidenden Sitzung der Universitätenkonferenz (uniko) heute, Montag, in Salzburg. Bei der Sitzung der Rektoren steht der KV zwar nicht explizit auf der Tagesordnung, unter dem Punkt "Universitätenfinanzierung" wird darüber aber wohl diskutiert werden. Gespannt warten Hochschul-Gewerkschafter und Uni-Betriebsräte bei einer zeitgleich stattfindenden Sitzung in Wien darauf, ob die Rektoren Grünes Licht für den KV geben. Falls nicht drohen die Personalvertreter mit "gewerkschaftlichen Maßnahmen".

Bereits 2003 haben die Verhandlungen für den Uni-KV begonnen, 2007 einigten sich der "Dachverband der Universitäten" als Arbeitgebervertretung und die Gewerkschaft auf das Regelwerk, dessen Eckpunkte ein neues Laufbahnmodell für Wissenschafter, höhere Anfangsgehälter und eine Pensionskassenregelung sind. Der KV gilt für rund 30.000 allgemeine, wissenschaftliche und künstlerische Uni-Bedienstete.

Ursprünglich einigten sich die Unis mit Ex-Bildungsministerin Elisabeth Gehrer darauf, dass der Bund die Zusatzkosten für die im KV vorgesehenen höheren Anfangsgehälter trägt. (APA)

  • Warten auf den Uni-Kollektivvertrag - Das wissenschaftliche Personal an den Hochschulen hängt seit Jahren in der Luft.
    foto: markus fischer

    Warten auf den Uni-Kollektivvertrag - Das wissenschaftliche Personal an den Hochschulen hängt seit Jahren in der Luft.

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