Krise schlägt stahlhart zu

2. März 2009, 08:45
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Kalt erwischt statt heiß gelaufen“ lautet beim Stahlkonzern Voestalpine die nüchterne Bilanz des dritten Quartals - Von Christian Scheid

„Kalt erwischt statt heiß gelaufen" lautet beim Stahlkonzern Voestalpine die nüchterne Bilanz des dritten Quartals 2008/09. Im Zeitraum Oktober bis Dezember vergangenen Jahres konnte der Konzern die Erlöse zwar von 2,75 auf 2,79 Mrd. Euro steigern. Jedoch hat Voestalpine deutlich weniger verdient: Vor Zinsen und Steuern knickte das Ergebnis um 24 Prozent auf 196,2 Mio. Euro ein. Unterm Strich hat sich der Überschuss von 177,6 auf 87,3 Mio. Euro sogar glatt halbiert.

Ausgerechnet in den Branchen, die traditionell zu ihren Hauptabnehmern gehören, verzeichnen die Linzer derzeit massive Nachfrageeinbrüche. Dazu gehören der Automobil- und Nutzfahrzeugbau, Bau- und Bauzulieferer, die Hausgeräteindustrie sowie der Maschinenbau. Da eine Besserung überhaupt noch nicht abzusehen ist, wird der Stahlriese auch im Gesamtjahr einen Ergebniseinbruch hinnehmen müssen. Für die kommende Periode hält sich der Vorstand mit einer Prognose gänzlich zurück: „Jede konkrete Indikation für das Geschäftsjahr 2009/10 wäre aus heutiger Sicht aufgrund der Unvorhersehbarkeit der weiteren Entwicklung unseriös", so der Vorstand des Stahlunternehmens. Jedoch geht das Management von „einem deutlich positiven Ergebnis" aus, „abgesehen vom - unwahrscheinlichen - Fall global kollabierender Märkte".
Die Voestalpine-Aktie hat gegenüber dem Allzeithoch inzwischen über 80 Prozent verloren. Der Börsewert ist auf nur noch gut zwei Mrd. Euro zusammengeschmolzen - knapp ein Sechstel des zu erwartenden Jahresumsatzes. Da steckt schon viel an schlechten Nachrichten im Kurs drin. Da Börsianer jedoch gerne zu Übertreibungen neigen, könnte es in den nächsten Wochen und Monaten durchaus noch ein Stück nach unten gehen. Daher ist ein Discount-Zertifikat gegenüber dem Direktinvestment zu bevorzugen.
Ein Rabatt-Papier der Commerzbank (ISIN DE000CM2SXZ8) mit einem Cap bei acht Euro lässt eine Rendite von 8,1 Prozent bzw. 14,4 Prozent p.a. selbst dann zu, wenn die Voest-Aktie am Ende der Laufzeit am 24. September 2009 um maximal 36,8 Prozent tiefer stehen sollte als heute. Ins Minus rutschen Sie mit diesem Rabatt-Papier sogar erst, wenn der Titel auf 7,40 Euro oder tiefer fällt - ein Risikopuffer von 41,5 Prozent.

 

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