FPÖ gewinnt mit dem Thema "Arbeitsplatzsicherung"

2. März 2009, 10:31
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SPÖ verliert an alle Parteien, am stärksten aber ans Lager der Nichtwähler - FP konnte Arbeitsplatzproblematik besser punkten

Die Wählerstromanalyse des Instituts SORA (siehe animierte Infografik auf derStandard.at) zeigt: Die FPÖ konnte bei den Salzburger Landtagswahl allen Parteien außer dem BZÖ Stimmen abspenstig machen. Die meisten WählerInnen, nämlich etwa 8.000, wechselten von der SPÖ zur FPÖ. Sogar 1.000 Ex-Grünwähler machten diesmal ihr Kreuz bei der FPÖ. Verloren hat die FPÖ kaum Stimmen, weder an das Lager der Nichtwähler noch an andere Parteien.

Die SPÖ ist die Partei, deren Wähler diesmal am ehesten zu Hause blieben. Rund 25.000 ehemalige Rot-Wähler sind diesmal nicht zur Wahl gegangen. Im Ausgleich dazu konnte die SPÖ aber 20.000 ehemalige Nichtwähler mobilisieren. Einige tausend Wähler sind von der SPÖ zu allen anderen Parteien abgewandert.

Die Volkspartei verliert gleichmäßig an FPÖ, SPÖ und an die NichtwählerInnen. Sie konnte aber auch rund 12.000 WählerInnen aus dem Nichtwähler-Lager motivieren, ebenso wie 6.000 ehemalige SPÖ-Wähler.

6.000 einstige Grün-Wähler machten diesmal ihr Kreuz bei der ÖVP. 1.000 entscheiden sich für den ungewöhnlichen Sprung von Grünen zur FPÖ. Dafür wählten 2.000 einstige Rot-Wähler diesmal grün.

Das BZÖ hatte logischerweise keine Verluste zu verbuchen - war es doch letztes Mal in Salzburg noch nicht angetreten. Etwa 2.000 WählerInnen der SPÖ stimmten diesmal für die Orangen.

Wahlmotiv Arbeitsmarkt

Bei den SPÖ-Wählern war der überwiegende Wahlgrund die Spitzenkandidatin: In einer ISA/SORA Wahltagsbefragung nannten 69 Prozent Gabi Burgstaller als Grund, die SPÖ zu wählen. Wer nicht wählen ging, tat das vor allem aus Enttäuschung und wegen der "mangelnden Attraktivität" der Parteien.

Als mit Abstand wichtigstes Thema - von 73 Prozent der Befragten - wurde in Salzburg die Arbeitsplatzproblematik bewertet. Hier konnte die SPÖ weniger punkten, so Meinungsforscher Günter Ogris im Ö1-Morgenjournal, die FPÖ dagegen schon. (az, derStandard.at, 2.3.2009)

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