Präsidium bestätigt Rohr als Landesparteichef

2. März 2009, 16:21
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Keine personellen Konsequenzen nach SPÖ-Wahldebakel - Partei zieht sich am Wochenende zu einer Klausur zurück

Klagenfurt - Die Kärntner SPÖ hält trotz des Wahldebakels vom Sonntag an ihrem Parteivorsitzenden Reinhart Rohr. Er wolle das Schiff auf Kurs halten, sagte Rohr nach der vorverlegten Sitzung des SPÖ-Präsidiums. Er sei einstimmig bestätigt worden, so Rohr. Man wolle die Partei allerdings inhaltlich neu ausrichten, hieß es.

Nach der - eigentlich für den späten Nachmittag geplant gewesenen - Präsidiumssitzung tagte auch noch der SPÖ-Vorstand. Was dort diskutiert und beschlossen wurde, soll am Nachmittag bei einer Pressekonferenz des Parteichefs bekanntgegeben werden. Ob Rohr auch nach der Bürgermeister-Stichwahl in zwei Wochen als Parteichef unbestritten bleibt, ist aber fraglich. Parteiinterne Kritiker stellten am Montag auch die beiden Geschäftsführer Gerald Passegger und Andreas Krassnitzer in Frage. Beide hätten beim Management des Wahlkampfs grobe Fehler gemacht, so die Kritik.

Zweitägige Klausur

Die Partei will sich nach der Schlappe neu orientieren. Ein um die Bürgermeister der Bezirksstädte erweitertes Landesparteipräsidium wird sich zu diesem Zweck am kommenden Wochenende zu einer zweitägigen Klausur zurückziehen. Diskutiert werden soll, "wie sich die SPÖ neu aufstellen kann", erklärte Rohr am Monta.

"Wir gehen nicht zur Tagesordnung über, wir haben die Weichen für die Zukunft zu stellen", sagte Rohr. Das betreffe inhaltliche, organisatorische und personelle Bereiche der SPÖ. Bei der Klausur gelte es auch zu ergründen, wie "die Herzen der Menschen" wieder zu erreichen seien. Der Ort des Treffens stand vorerst nicht fest.

Über einen eventuellen Rücktritt sei im Parteivorstand und im Präsidium vorerst nicht gesprochen worden, erklärte Rohr. Er wolle seine Verantwortung als Parteichef wahrnehmen und "keinen Scherbenhaufen hinterlassen". Bei der Klausur werde allerdings über "die Gesamtverantwortung" für das Wahldebakel diskutiert werden müssen. Konkrete Personennamen wollte der SPÖ-Chef vorerst allerdings nicht nennen. (APA)

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    "Reinhart Rohr ist niemand, der in schwierigen Zeiten von Bord geht."

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