Bosnische Zeitung: USA sollen Inzko doch gebilligt haben

1. März 2009, 18:49
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Zunächst hatte Washington die Ernennung des Österreichers zum Hohen Repräsentanten blockiert

Sarajevo - Die bosnische Tageszeitung Oslobodjene berichtete am Sonntag unter Berufung auf eine Quelle in Washington, die USA hätten nun doch die Ernennung des österreichischen Diplomaten Valentin Inzko zum neuen Hohen Repräsentanten (HR) von Bosnien-Herzegowina gebilligt. Washington hatte die Ernennung Inzkos zunächst blockiert, obwohl die EU-Staaten sich auf Inzko geeinigt hatten. Der Hohe Repräsentant der internationalen Gemeinschaft ist in zweiter Funktion auch EU-Beauftragter (EUSR). Eine endgültige Entscheidung werde erst am 23. März getroffen, so Oslobodjene. Einig sei man sich aber, dass der Posten zum letzten Mal besetzt werde.

Die USA setzen sich dafür ein, dass der HR im zerrissenen Bosnien-Herzegowina durchgreifen soll, die Europäer plädieren dafür, dass man den lokalen Politikern das Regieren überlässt und dass sich der HR zurückhält. (awö/ DER STANDARD Printausgabe, 2.3.2009)

 

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