23 Bürgermeister ohne Gegenkandidaten

1. März 2009, 18:38
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Die Bürgermeisterwahl war in jeder fünften Gemeinde schon im Vorfeld entschieden

Gleichzeitig mit den Landtagswahlen waren in Salzburg auch über 405.000 Menschen aufgerufen, die Gemeindevertretungen und die Bürgermeister in den 119 Gemeinden neu zu wählen. Rund 20.000 der Stimmberechtigten sind EU-Bürger, die heuer erstmals automatisch, also ohne Eintrag in die Wählerevidenz, wahlberechtigt waren.

Die Bürgermeisterwahl war in jeder fünften Gemeinde überhaupt schon im Vorfeld entschieden: In diesen 23 Gemeinden trat jeweils nur ein Kandidat zur Wahl an. In 20 Gemeinden handelte es sich um einen ÖVP-Kandidaten, darunter die bekannten Skiorte Großarl, Altenmarkt und Wagrain im Pongau. In den Gemeinden Werfen, Lend und Untertauern stand jeweils nur der amtierende SPÖ-Bürgermeister zur Wahl. Wenig Aufregendes bot die Gemeinderatswahl auch in der schwarzen Hochburg Göming im nördlichen Flachgau: Wie schon vor fünf Jahren gingen in der 700-Einwohner-Gemeinde sämtliche Mandate an die ÖVP, die als einzige Partei angetreten war.

Die Ausgangslage: Von den insgesamt 2116 Sitzen in den Gemeindeparlamenten gingen im Jahr 2004 knapp über die Hälfte, nämlich 1075, an die ÖVP; 753 Sitze, also 36 Prozent, gingen an die SPÖ. Die Freiheitlichen erreichten 151 Mandate (sieben Prozent), grüne Gruppierungen 65 Sitze (drei Prozent). 56 Gemeindevertreter gehörten anderen Listen an. Von den Bürgermeistern gehörten zuletzt 90 der ÖVP und 25 der SPÖ an; vier waren parteifrei. (red, DER STANDARD, Printausgabe, 2.3.2009)

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