Im Clinch mit den Ringern

1. März 2009, 18:04
posten

Neuer Ärger um den Fußballverein Hellas von FP-Graf

Wien - Das Platz-Buffet wechselt den Besitzer, der eigene Mitarbeiter kommt zum Zug, Spielerinnen werden suspendiert, weil sie an einer Demo gegen ihn teilgenommen haben - der Wiener Fußballklub Hellas Kagran sorgt mit seinem Präsidenten, FP-Politiker Martin Graf, immer wieder für Aufregung.

Nun droht dem Dritten Nationalratspräsidenten neuer Ärger: Hellas Kagran ist mit dem Wiener Landesverband der Amateurringer im Clinch. Das Streitobjekt ist ein Gebäude am Hellas-Gelände. "Das Haus war baufällig, wir haben aus einer Ruine ein bewohnbares Objekt gemacht, damit dort ein tschetschenischer Trainer, ein Spitzenmann, wohnen kann", sagt Ringer-Obmann Karl Schlagenhaufen im Gespräch mit dem Standard. Dies sei auch mit dem alten Vorstand vereinbart gewesen. Nun sei alles anders. Schlagenhaufen ist überzeugt, dass Hellas Kagran die Ringer raus haben will: "Sagen wir: Es gibt völlig unterschiedliche Auffassungen", meint er. Einen Anwalt hat er bereits engagiert, "um eine Lösung zu finden". Für den Trainer suchen die Ringer ein Ersatzquartier.

FC Hellas-Obmann Werner Hammer versteht die Aufregung nicht: "Es ist richtig, dass es Auffassungsunterschiede gibt. Da geht es aber um Mieten aus dem Jahr 2006." Der Mietvertrag werde "selbstverständlich nicht angegriffen. Ich will die Familie nicht weg haben; um Gottes Willen!" Das glaubt der nicht-amtsführende Stadtrat der Grünen, David Ellensohn, aber nicht. Er fordert die Ablöse Grafs: "Dem Spuk muss durch rasche Wahl eines neuen Präsidenten ein Ende gesetzt werden." (pm, DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 2. März 2009)

 

Share if you care.