LASK bemüht, Salzburg überlegen

1. März 2009, 17:27
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Bullen gewinnen in Linz relativ locker 3:0 und liegen damit bei einem Spiel weniger sieben Punkte vor Rapid

Salzburg marschiert weiterhin unbeirrt in Richtung Titel. Am Sonntag reichte der Adriaanse-Elf beim LASK auch eine mittelprächtige Vorstellung, um die Oberösterreicher mit 3:0 (1:0) zu besiegen. In Abwesenheit des gesperrten Goalgetters Mark Janko entschieden ein früher Treffer von Alexander Zickler (6.) und ein später Doppelpack von Somen Tchoyi (88., 91.) die Partie zugunsten der Gäste, die den Vorsprung auf ihren ersten Verfolger Rapid wieder auf sieben Punkte ausbauten. Kapfenberg (ein Spiel weniger) ist den Linzern hingegen bereits auf einen Zähler nahegekommen.

Linz-Spezialist Zickler

Genau ein Schuss fand in der ersten Hälfte den Weg aufs Tor - und unter tatkräftiger Mithilfe von LASK-Goalie Cavlina auch den Weg in die Maschen. Nach schöner Vorarbeit von Ngwat-Mahop zog der von rechts heranlaufende Zickler aus spitzem Winkel aus 14 Metern ab, Cavlina, der sich im internen Duell gegen Zaglmaier durchgesetzt hatte, ließ den Ball ins kurze Eck passieren (6.). Damit stellte Zickler seine Linz-Affinität unter Beweis, hatte er doch sein bis dato letztes Tor im vergangenen November beim 2:0-Erfolg in Linz erzielt.

Während Salzburg die Partie kontrollierte und schon in der ersten Minute durch Ngwat-Mahop, den auffälligsten "Bullen", in Führung gehen hätte können, blieb der LASK in der Offensive zahn- und ideenlos. Kapitän Vastic agierte weit zurückgezogen, das Sturmduo Mayrleb-Pichler konnte nie für Gefahr sorgen. Beste Chance war bezeichnenderweise ein Schuss von Abwehrchef Michael Baur im Finish der ersten Hälfte (45.), der aber knapp am Tor vorbeiging.

Erst mit dem Seitenwechsel - bei den Gästen war Vonlanthen für den von der Leiste geplagten Zickler gekommen - nahm die davor abgeflachte Partie wieder an Fahrt auf. Ein regulärer Aufhauser-Treffer wurde wegen Abseits fälschlicherweise aberkannt (46.), kurz darauf sorgten Schüsse von Saurer (51.) und Nelisse (55.) für Gefahr. Nach genau 60 Minuten durfte das Linzer Publikum dann auch Österreich-Rückkehrer Roman Wallner mit Sprechchören begrüßen.

Wallner-Assist bei vermeintlichem Abseitstor

Und der Steirer dankte es schon zwei Minuten später mit einem gefühlvollen Pass auf Mayrleb, der Gustafsson zum vermeintlichen Ausgleich überhob. Auch diesem Treffer blieb die Anerkennung durch Schiedsrichter Schörgenhofer wegen Abseits versagt - die zweite folgenschwere Fehlentscheidung des Unparteiischen und seiner Assistenten. Die "Athletiker" aber witterten in dieser Phase Morgenluft, rissen die Initiative an sich und sorgten mehrere Male für Gefahr im Salzburger Strafraum.

Das frische Lüfterl wehte freilich nur eine gute Viertelstunde, ehe sich die Hausherren und die auf Ergebnisverwaltung bedachen Salzburger wieder auf Augenhöhe gegenüberstanden. Auch der glücklose Wallner sowie die spät eingewechselten Majabvi und Kablar konnten daran nichts ändern. Vielmehr kassierten die Linzer durch defensive Schnitzer noch zwei späte Treffer: Tchoyi enteilte der LASK-Verteidigung sowohl in der 88. (erneut ins kurze Eck) als auch in der 91. Minute und stellte den Endstand von 3:0 her. (APA/red)

LASK Linz - Red Bull Salzburg 0:3 (0:1). Stadion der Stadt Linz, 9.100, SR Schörgenhofer.

Torfolge:
0:1 ( 6.) Zickler
0:2 (89.) Tchoyi
0:3 (91.) Tchoyi

LASK: Cavlina - Hart (61. Wallner), Baur, Hoheneder, Wisio - Klein, Piermayr (75. Majabvi), Vastic, Saurer - Mayrleb, Pichler (85. Kablar)

Salzburg: Gustafsson - Sekagya, Aufhauser, Opdam (32. Gercaliu) - Bodnar, Pitak, Tchoyi, Ulmer - Zickler (46. Vonlanthen), Nelisse (82. Boussaidi), Ngwat-Mahop

Gelbe Karten: Pichler, Baur, Wallner bzw. Aufhauser, Vonlanthen, Nelisse, Pitak

 

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    Zickler (re) stellte die Weichen gleich zu Beginn auf Sieg.

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