Caisse d'Epargne/Populaire-Chef rechnet mit Milliarden vom Staat

1. März 2009, 14:41
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"Der Staat wird bis zu sieben Milliarden Euro investieren" - Banken-Fusion soll bis 1. Juli abgeschlossen werden

Paris - Die angeschlagenen Banken Caisse d'Epargne und Banque Populaire setzen bei ihrer geplanten Fusion auf milliardenschwere Unterstützung von der französischen Regierung. "Der Staat wird bis zu sieben Milliarden Euro investieren", sagte der neue Chef des Instituts, Francois Perol, der Zeitung "Journal du Dimanche". Es sei viel Arbeit nötig, um die von der Regierung vorgegebene Frist einzuhalten und die Fusion bis zum 1. Juli abzuschließen.

Die Berufung von Perol, bisher Vize-Stabschef von Präsident Nicolas Sarkozy, hatte in Frankreich heftige Kritik ausgelöst. Politiker aller Couleur warfen Sarkozy vor, Einfluss auf das Management der neuen Bank ausüben zu wollen. Perol selbst könnte zudem in einen Interessenskonflikt geraten, weil er Kreisen zufolge in seiner früheren Funktion für die Regierung eng in die Fusionsverhandlungen eingebunden war.

Mit dem Zusammenschluss der beiden nicht börsennotierten Häuser entsteht die zweitgrößte Privatkundenbank Frankreichs hinter Credit Agricole. Beide Institute erlitten 2008 hohe Verluste und haben bereits Hilfsgelder vom Staat bekommen. (APA/Reuters)

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