Militärs töten mehr Zivilisten als Taliban

1. März 2009, 09:34
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Internationale und afghanische Truppen töteten 2009 bereits hundert Zivilisten, die Taliban rund sechzig - Zahl der getöteten US-Soldaten stark gestiegen

Kabul - In Afghanistan sind in den ersten zwei Monaten dieses Jahres mehr Zivilisten bei Militäraktionen der alliierten Truppen als bei Angriffen der Taliban getötet worden. Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AP kamen bei Angriffen von US- und NATO-Soldaten sowie afghanischen Streitkräften seit Jahresbeginn 100 unbeteiligte Zivilisten ums Leben. Die Taliban töteten der Zählung zufolge etwa 60 Zivilisten.

Zahl der toten US-Soldaten verdreifacht

Die Zahl der getöteten US-Soldaten stieg sich in den ersten beiden Monaten 2009 gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres um mehr als das Dreifache von acht auf 29. Es kamen auch mehr Soldaten aus anderen NATO-Staaten ums Leben als vor einem Jahr. Die Zahl erhöhte sicht von 13 im Jänner und Februar 2008 auf 18 in diesem Jahr. Allein zwölf der Getöteten sind Briten.

Die AP stützte sich bei ihrer Zählung auf Angaben von US- und NATO-Vertretern sowie der afghanischen Regierung. Mehr als sieben Jahre nach dem gewaltsamen Sturz des Taliban-Regimes im Gefolge der Terroranschläge vom 11. September 2001 sind derzeit 37.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert gegenüber 27.000 vor einem Jahr. Präsident Barack Obama hat kürzlich die Stationierung weiterer 17.000 Soldaten angekündigt. (APA/AP)

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