Chávez bezichtigt Obama des "Bushismus"

28. Februar 2009, 23:03
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Venezuela greift USA wegen Jahresberichts über Drogenhandel an

Caracas - Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat den US-Jahresbericht über den weltweiten Drogenhandel scharf verurteilt, in dem sein Land wegen mangelnder Zusammenarbeit beim Kampf gegen die Rauschgiftmafia kritisiert wird. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama scheine die Politik seines Vorgängers George W. Bush fortzusetzen, sagte Chávez in einer am Samstag gehaltenen Rede. Sie falle ebenfalls über Venezuela her. Dieses werde jedoch seine "Revolution unabhängig vom nordamerikanischen Imperialismus" fortsetzen.

"Bushismus"

Die USA seien dasjenige Land, das den Drogenhandel weltweit am stärksten unterstütze und in dem das meiste Rauschgift konsumiert werde, fügte Chávez hinzu. Statt in "Bushismus" zu machen, solle Obama sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern und dafür sorgen, dass keine Drogen in sein Land kämen. Die venezolanische Regierung sei gegen den Rauschgifthandel vorgegangen "wie nie zuvor".

Laut dem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht des US-Außenministeriums ist Venezuela eines der Haupttransitländer für Drogen auf dem Kontinent. Caracas hatte seine Zusammenarbeit mit der Anti-Drogen-Behörde der USA im Jahr 2005 ausgesetzt. Zur Begründung hieß es, die USA hätten die Zusammenarbeit zu Spionagezwecken missbraucht. (APA/AFP)

 

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