"Superwahlsonntag" in Kärnten und Salzburg

28. Februar 2009, 22:05
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Landtag-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen - Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen BZÖ und SPÖ in Kärnten - Burgstaller will in Salzburg Landeshauptfrau bleiben

Klagenfurt/Salzburg - In Kärnten und Salzburg finden am Sonntag die ersten Landtagswahlen unter der neuen rot-schwarzen Bundesregierung statt. Es ist ein "Superwahlsonntag": Mit jeweils Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen stehen insgesamt sechs Wahlentscheidungen an. Spannung verspricht vor allem das zu erwartende Kopf-an-Kopf-Rennen in Kärnten zwischen BZÖ und SPÖ. In Salzburg scheint die Wiederwahl Gabi Burgstallers zur Landeshauptfrau  ungefährdet.

Neuer SP-Frontmann in Kärnten

Kärntens BZÖ-Spitzenkandidat LH Gerhard Dörfler hat die 2004 vom im Vorjahr verstorbenen Jörg Haider erreichten 42,4 Prozent zu verteidigen. Die SPÖ kam damals auf 38,4 Prozent und geht diesmal mit dem neuen Frontmann Reinhart Rohr ins Rennen. Die ÖVP versucht mit Josef Martinz, von ihrem 2004 erreichten historischen Tiefststand von 11,6 Prozent wegzukommen. Die Grünen, die 2004 auf 6,7 Prozent kamen, hoffen mit der neuen Fünf-Prozent-Hürde auf den Verbleib im Landtag. Große Unbekannte in Kärnten ist in der ersten Landtagswahl nach der Spaltung der Partei die FPÖ.

Aufholjagd in Salzburg

In Salzburg wird vor allem die Frage spannend, wie nahe die Volkspartei an die SPÖ herankommt. VP-Spitzenkandidat Wilfried Haslauer hat das Ziel ausgegeben, den von Gabi Burgstaller 2004 mit 45,4 Prozent errungenen LH-Sessel wieder zurückzuerobern. Vor fünf Jahren hatte die VP mit 37,9 Prozent ein historisches Tief eingefahren. Selbiges widerfuhr damals auch der FPÖ mit 8,7 Prozent. Die Grünen blicken auf ein Rekordergebnis von 8,0 Prozent zurück. Das BZÖ dürfte laut Umfragen in Salzburg den Einzug in den Landtag verpassen.

Briefwahl

Die Wahlen werden von zwei Neuerungen begleitet: Erstmals bei einer Landtagswahl ist in Kärnten und Salzburg die Wahl auch per Brief möglich. Außerdem darf erstmals bei Landtagswahlen ab 16 Jahren gewählt werden. Wahlberechtigt sind rund 440.000 Kärntner und rund 386.000 Salzburger. (APA)

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    Dicht gedrängt: Wahlplakate von BZÖ, FPÖ und SPÖ in Klagenfurt.

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