Enttäuschendes Ende

28. Februar 2009, 17:53
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Österreich auch in der vierten und letzten Kombi-Konkurrenz ohne Medaille - Gruber als bester Elfter - Gold an US-Amerikaner Demong

Liberec - Auch der dritte WM-Einzelbewerb in der Nordischen Kombination in Liberec ging an einen US-Athleten. Nach dem Double von Todd Lodwick setzte sich am Samstag in der Großschanzen-Einzelkonkurrenz Bill Demong durch. Zweiter wurde der Deutsche Björn Kircheisen vor dem Franzosen Jason Lamy Chappuis, der nach dem Springen geführt hatte. Bester ÖSV-Athlet wurde Bernhard Gruber als Elfter.

Die ÖSV-Kombinierer gingen damit auch im vierten WM-Bewerb leer aus und mussten unter der Leitung von Cheftrainer Alexander Diess nach Sapporo 2007 auch das zweite Großereignis enttäuscht bilanzieren. Diess sprach nach dem Samstag-Bewerb von einer "bitteren Niederlage": "Wir sind von Anfang an nicht in den Rhythmus gekommen, dann hat sich die Negativ-Spirale gedreht", sagte der Oberösterreicher. An Fehler in der Vorbereitung glaubt Diess aber nicht.

Die Chancen im Großschanzen-Bewerb waren schon nach dem Springen dahin. Gruber war sich als Sechster bewusst, dass es nicht zu Edelmetall reichen würde. "Die anderen sind so viel stärker, das Tempo ist mir einfach zu hoch", erklärte Gruber, der im Laufen fünf Plätze einbüßte. Stecher stand als 17. in der Ergebnisliste (1:44,8 zurück). Marco Pichlmayer landete nach Rang 23 im Springen an der 18. Stelle. Christoph Bieler haderte mit seiner Sprungform, die bessere Platzierungen verhinderte. Zum WM-Abschluss wurde er nur 47., nach dem Springen war er nach langem Warten vor seinem Sprung und teils als Opfer der Bedingungen nur 43. gewesen.

Für die USA lief es hingegen optimal. Demong, der seinen Kollegen die Chance auf Gold im Teambewerb genommen hatte, weil er seine Startnummer nicht fand und nicht springen durfte, kehrte zwei Tage später triumphal zurück. Damit waren die USA die großen Gewinner von Liberec, die Weltcup-Dominatoren Anssi Koivuranta und Magnus Moan gingen wie die Österreicher leer aus. Koivuranta konnte am Samstag wegen einer Erkrankung, die den Finnen schon an der Teilnahme am Teambewerb gehindert hatte, als zweitbester Springer nicht zum Langlauf antreten, Laufwunder Moan stürmte vom 34. noch auf den fünften Platz. (APA)

Ergebnisse des Einzelbewerbs von der Großschanze - Endstand nach Springen und 10-km-Langlauf:

1. Bill Demong (USA) 23:36,6 Minuten (8. im Springen/3. im Langlauf) - 2. Björn Kircheisen (GER) + 12,8 (7./4.) - 3. Jason Lamy Chappuis (FRA) 31,4 (1./23.) - 4. Janne Ryynänen (FIN) 49,0 (3./19.) - 5. Magnus Moan (NOR) 55,1 (34./1.) - 6. Alessandro Pittin (ITA) 57,0 (11./9.) - 7. Tino Edelmann (GER) 58,1 (14./7.) - 8. Pavel Churavy (CZE) 59,1 (12./8.) - 9. Yusuke Minato (JPN) 1:10,9 Min. (10./14.) - 10. Todd Lodwick (USA) 1:13,5 (24./5.) - 11. Bernhard Gruber (AUT) 1:118,3 (6./26.). Weiter: 17. Mario Stecher (AUT) 1:44,8 (16./24.) - 18. Marco Pichlmayr (AUT) 1:54,4 (23./17.) - 47. Christoph Bieler (AUT) 4:36,9 (43./48.)

 

 

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    Bill Demong

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