Regierung weitet Drogenkrieg aus

2. März 2009, 14:16
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5000 Soldaten und 1000 Polizisten im Einsatz - Calderon will Drogenkriminalität "wie Krebs ausgerotten - mit Video

Mexiko - Im Kampf gegen die zunehmende Gewalt von Drogenkartellen entsendet die mexikanischen Regierung tausende weiterer Sicherheitskräfte in den an die USA angrenzenden Norden des Landes. Rund 5000 Soldaten und 1000 Polizisten sollen in den nächsten 15 Tagen in die von Morden und Kriminalität erschütterte Grenzstadt Ciudad Juarez kommen, teilte Gouverneur Jose Reyes Baeza am Freitag mit. Derzeit sind 2500 Soldaten in Ciudad Juarez stationiert.

In der Stadt direkt gegenüber des texanischen Orts El Paso herrscht ein besonders brutaler Kampf um die Vorherrschaft im Drogenhandel. Im vergangenen Jahr wurden dort mehr als 1600 Morde registriert. In der vergangenen Woche war der Polizeichef der Stadt auf Druck der Drogenkartelle zurückgetreten. Präsident Felipe Calderon räumte am Freitag ein, dass der Drogenkrieg weitaus grausamer und blutiger sei, als er bei seinem Amtsantritt 2006 vermutet hatte. Er verglich ihn mit einem rasch wuchernden Krebsgeschwür. Und wie ein Krebs müsse auch die Drogenkriminalität "ausgerottet". Dies werde teuer und schmerzhaft sein, lasse sich aber nicht umgehen. (APA)

 

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