"Elfer wäre zu geben gewesen"

1. März 2009, 14:32
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LASK - Salzburg

Klaus Lindenberger (LASK-Trainer): "Das schnelle Tor der Salzburger hat das Spiel vollkommen auf den Kopf gestellt. Wallner hat gezeigt, dass er Qualität hat. Er hat auch die Chance herausgespielt, die dann zum Tor führte, das leider nicht gegeben wurde. Der Ausgleich wäre da verdient gewesen. Er war verletzt, deswegen haben wir ihn geschont. Wir haben in der zweiten Hälfte nach vorne gespielt, Vastic hat sich zerrissen." Zum 0:1: "Fehler passieren, aber man muss sich nach solchen Fehlern natürlich hinterfragen."

Co Adriaanse (Salzburg-Coach): "Wir haben nicht super gespielt. Der Rasen war nicht gut, um das schnelle Spiel zu machen. Wir haben aber zu viele Fehler im Aufbau gemacht, es hat heute zu lange gedauert, dass wir das 2:0 machen. Es gibt uns aber Selbstvertrauen."

STURM - KAPFENBERG

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Wir haben uns viel vorgenommen und sind alle sehr enttäuscht. Leider sind wir durch einen Eigenfehler in Rückstand geraten, haben dann verdient den Ausgleich geschafft und auch auf das 2:1 gespielt. Kapfenberg hat aus null Torchancen drei Tore gemacht, zwei haben wir uns selbst geschossen. Die Meisterschaft war für mich persönlich nie ein Thema. Wir tun uns sehr schwer gegen Mannschaften, die sehr defensiv agieren."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Wir haben gewusst, dass Sturm eine der spielstärksten Mannschaften ist, haben die Räume eng gemacht. Von unseren Möglichkeiten haben wir hundert Prozent genutzt. Ich muss die Mannschaft so einstellen, wie unsere Möglichkeiten sind. Das Wichtigste ist, dass wir in der Defensive nicht viele Torchancen zulassen. Ich glaube, wir haben das Konzept gefunden, das es den anderen schwer macht."

Arno Kozelsky (Kapfenberg-Torschütze): "Seit dem Sieg in Salzburg wissen wir, dass wir in der Liga bestehen können. Wir hatten eine super Vorbereitung und haben gewusst, wir sind stark genug jeden zu schlagen. Sechs Punkte in zwei Spielen sind nicht schlecht, so könnte es weitergehen."

RAPID - RIED

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Wir haben die ersten 25 Minuten einen sehr guten Fußball gespielt, druckvoll und mit etlichen sehr guten Chancen und einem wunderschönen Tor. Da wir nicht das zweite Tor gemacht haben, kamen wir später unter Druck, Ried hatte zwar keine klare Torchance, aber der Schiedsrichter hätte im Finish auch anders entscheiden können. Diese drei Punkte tun uns jedenfalls sehr gut, vor allem wenn man auch die anderen Ergebnisse berücksichtigt. Unsere tolle Serie im Hanappi-Stadion (Anm.: 16 Siege, drei Remis in jüngsten 19 Spielen) wird einmal zu Ende gehen." Pacult kritisierte auch Thonhofer ("Ansonsten war ich mit ihm zufrieden") und Drazan für ihre Aktionen, die zu Gelb-Rot geführt hatten. "Sie haben sich nun rausgespielt, denn für Mattersburg sind sie sowieso gesperrt."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Rapid hat sehr gut begonnen und hätte auch 2:0 oder 3:0 führen müssen. Gebauer hat uns im Spiel gehalten. Was die beiden Elferszenen betrifft, so hat sich der 44-jährige Louis Hofmann wohl von dieser tollen Stimmung beeindrucken lassen. Vor dem Freistoßtor war es für mich ehr ein Stürmerfoul. Aber ich habe das Spiel schon abgehakt, die Konzentration gilt ab morgen voll dem Cupmatch."

Louis Hofmann (Referee): "Nach Ansicht der Bilder wäre beim zweiten Fall ein Elfer zu geben gewesen. Ich wollte dies auch zunächst tun, der Assistent hat mich aber angepipst und das Foul außerhalb des Strafraums gesehen. Da war ich mir dann auch nicht mehr so sicher, was im Nachhinein falsch war. Das tut mir leid. Bei der ersten Szene hätte ich auch nach den Bildern keinen Elfer gegeben."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän):" Wir hätten das 2:0 machen müssen, dann wären wir nicht mehr so gewaltig unter Druck geraten. Bei den Elferszenen hatten wir Glück. Über mein Freistoßtor (Anm.: das erste seit elf Monaten) bin ich sehr glücklich, umso mehr als es zum Sieg führte."

Oliver Glasner (Ried-Abwehrspieler): "Für mich waren beide klare Elfer. Hoffer trifft mich von hinten auf der Achillessehne. Gegen neun Mann haben wir es dann mit der Brechstange versucht. Rapid hat unglaublich stark begonnen, wie wir in Mattersburg. In der zweiten Hälfte lief es für uns dann besser."

KÄRNTEN - MATTERSBURG

Frenk Schinkels (Kärnten-Trainer): "Wir hätten den lucky punch machen müssen. Wir waren in den vergangenen beiden Spielen nicht überragend, aber zweimal die bessere Mannschaft." Zur finanziellen Situation: "Ich hoffe, dass der Sonntag und die Wahl bald vorbei sind, und dass wir dann endlich Ruhe bekommen."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Momentan muss man mit einem Punkt zufrieden sein. Mann muss bescheiden bleiben. Aber die Burschen haben gesehen, dass wir zu null spielen können."

Michael Mörz (Mittelfeldspieler Mattersburg): "Wir haben es immerhin geschafft, nicht zu verlieren. Es war nicht viel mehr drin als ein Unentschieden. Ich denke, wir können damit alle leben."

Carsten Jancker (Stürmer, Mattersburg): "So wie es aussieht, wird es nun im Abstieg ein Zweikampf zwischen uns und Altach. Wir werden alles geben."

ALTACH - AUSTRIA

Georg Zellhofer (Altach-Trainer): "Es war ein glücklicher, aber verdienter Sieg. Wir haben sehr viel Engagement gezeigt. Wir haben die Achse Blanchard-Acimovic-Bazina gut kontrolliert. Nach dem Ausgleich hat die Mannschaft Moral bewiesen. Wir waren taktisch gut vorbereitet."

Kai Schoppitsch (Altach-Kapitän): "Ein Sieg im ersten Spiel ist natürlich ein Traum. Wir haben in der Vorbereitung nicht gut gespielt, meistens ist das ein gutes Omen für die Meisterschaft. Wir haben nach vorne gut kombiniert, ein Kompliment an die ganze Mannschaft. So muss man auftreten."

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Der Ausgleich kam zum günstigsten Zeitpunkt, aber wir haben es danach nicht geschafft, uns Chancen herauszuarbeiten."

Joachim Standfest (Austria-Eigentorschütze): "Es sind nur noch 13 Spiele, wir haben heute drei Punkte liegen lassen, das wäre nicht notwendig gewesen. Altach ist sehr gut gestanden und hat uns gut zugestellt. Wir haben unser Spiel nicht aufziehen können. Das Eigentor ist ärgerlich, ich weiß gar nicht, wie es passiert ist."

 

 

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