Neustart mit "TSG"

27. Februar 2009, 17:56
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Ypsilanti engagiert sich künftig in der SPD-Bundespolitik

Berlin/Wiesbaden - Klammheimlich werden am heutigen Samstag einige SPD-Bundespolitiker aufatmen. In Hessen gibt Andrea Ypsilanti den Landesvorsitz der SPD ab. Zwei Mal war Ypsilanti im vergangenen Jahr mit ihrem Versuch gescheitert, eine von den Linken tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung zu etablieren.

In der Bundes-SPD hatte kaum jemand Ypsilantis Kurs goutiert, auch von den Wählern bekam sie bei der Landtagswahl am 18. Jänner die Quittung: Die SPD sackte um 13 Prozentpunkte ab. Jetzt setzt die Hessen-SPD ihre Hoffnung auf Thorsten Schäfer-Gümbel. "TSG" wird er genannt - eine Anspielung an die Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Hoffenheim, die in der ersten deutschen Fußball-Bundesliga auf Erfolgskurs ist.

In Hessen ist für Ypsilanti künftig keine herausragende Rolle mehr vorgesehen. Sie wird sich aber in der Bundespolitik engagieren und am Regierungsprogramm für den Bundestagswahlkampf mitarbeiten. Dabei gehört sie der Arbeitsgruppe für Kultur- und Bildungspolitik an. (bau/DER STANDARD, Printausgabe, 28./29.02.2009)

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