Grüne Kritik

Dörfler "rassistisch und frauenfeindlich"

27. Februar 2009, 17:43
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    Gerhard Dörfler (Bildmitte), Landeshauptmann von Kärnten, findet es lustig, seinen "Negerwitz" auch noch zu illustrieren.

Faschingsfoto des Kärntner Landeschefs mit "Negermama" als Stein des Anstoßes - SPÖ will sich nicht "auf so eine Ebene begeben"

Klagenfurt - Der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler nuckelt an der Brust einer halbnackt kostümierten "Negermama" - so gesehen beim Villacher Faschingsumzug. Damit wollte der BZÖ-Spitzenkandidat, der Landeshauptmann zu bleiben hofft, wohl seinen "Negerwitz" , der fast nur außerhalb Kärntens für Empörung gesorgt hat, illustrieren. Jetzt ist das Faschingsfoto in österreichischen Medien aufgetaucht. Die Reaktionen darauf halten sich in Kärnten ebenfalls in Grenzen.

In der SPÖ, mit der das BZÖ laut Umfragen Kopf an Kopf liegt, will man das möglichst nicht kommentieren, vor allem nicht Spitzenkandidat Reinhart Rohr. Auf so eine Ebene begebe er sich nicht, sagt sein Sprecher. Also schickte man Parteigeschäftsführer Gerald Passegger mit einer dürren OTS-Meldung vor: Dörfler sei nur mehr zum Genieren. Damit sei der Beweis erbracht, dass Dörfler kein Format zum Landeshauptmann habe.

Als einziger Spitzenkandidat meldete sich Mario Canori selbst (FPÖ) zu Wort. Er spricht von einem völlig überforderten Landeshauptmann, der bis zum heutigen Tage kein Fettnäpfchen ausgelassen habe.

ÖVP-Klubobmann Stefan Tauschitz weiß zuerst einmal gar nicht, was er sagen soll. Das Ganze sei zu unwichtig. Schließlich besinnt er sich, dass Wahlkampf ist: "Das richtet sich von selbst. Dörfler schießt sich eh selber ab."

Dörflers Auftritt sei skandalös: damit beschädige er das Amt des Landeshauptmannes, empört sich Grünen-Spitzenkandidat Rolf Holub: "Es ist unfassbar, dass man gleichzeitig rassistisch und frauenfeindlich sein kann."

Die Grünen haben Freitagvormittag ihre Wahlkampf-Schlussveranstaltung am Klagenfurter Alten Platz abgehalten. Sie prangern vor allem Steuergeldverschwendung und Misswirtschaft der orange-rot-schwarzen Kärntner "Systemparteien" an, die Ausfluss des Proporzes in der Landesregierung sei. Zur Illustration seiner Wahlkampfbotschaft hat sich Holub ein Lotterbett einfallen lassen, in dem sich drei Mitarbeiter in roten, orangen und schwarzen Overalls räkeln - unter einer Bettdecke mit aufgedruckten Euro-Scheinen.

Auch Bundeschefin Eva Glawischnig und der Grünen-Abgeordnete Peter Pilz assistierten, um anschließend nach Salzburg zur grünen Schlusskundgebung aufzubrechen. Glawischnig zeigt sich im Standard-Gespräch zuversichtlich, dass die Grünen in Kärnten zulegen werden: "Ich bin überzeugt: Das dritte Landtagsmandat ist drinnen." Die Grünen protestierten auch gegen BZÖ-Wahlwerbung in der Verbotszone. Seit Tagen befinden sich die Verkaufsständer der Tageszeitung Österreich mit BZÖ-Sujets auch direkt vor Wahllokalen. Am Nachmittag rief die SPÖ - ebenfalls am Alten Platz in Klagenfurt - mit Kanzler Werner Faymann zu ihrer Abschlussveranstaltung.(Elisabeth Steiner/DER STANDARD Printausgabe, 28. Februar/1. März 2009)

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Andale80
02.03.2009 22:38
Das späte Erbe des Jörg Haider

...alkoholisiert einen Autounfall verursacht. Bravo!

lustreich
02.03.2009 19:52
niveau ist kein zeitgeist in kärnten

"geschmack" ist ein fremdwort ----> kommt wahrscheinlich im käandna duden nicht vor

mir fällt dazu nur eines ein: uaaahchkoooozheeeespeiibb --> das ist kärntnerisch

ZEITGEISTMOVIE 
02.03.2009 18:55
Europäer ?

Waldi Kommbaldi
02.03.2009 18:38
Landeshauptmann Dörfler

wegen dem Faschingsfoto als "rassistisch und frauenfeindlich" zu bezeichnen ist schon arg und fällt meines Erachtens in den Bereich der Diffamierung. Den linken Pseudo-Intellektuellen ist offenbar kein Untergriff zu schäbig. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sie abgewählt wurden.

leberkasi
03.03.2009 12:55
da haben sie vollkommen recht.

der "witz" war weder rassistisch noch frauenfeindlich.
er ist einfach niveaulos und dumm. und wie heißts bei uns; von nichts kommt eben nichts!!!!

Nick kim'at bli rosh
02.03.2009 23:11

Einen D*pp*n einen D*pp*n nennen ist einfach korrekter Sprachgebrauch, Waldi

Herr Plumm
02.03.2009 09:02

wenn i das bild seh wird ma nur schlecht.

leberkasi
03.03.2009 16:32

so sinds halt die durchschnittsösterreicher.
wollen nicht denken und aus den fehlern lernen.
weil immer einer daherkommt, der ihnen einen schuldigen serviert.

Fliegenfischerin
02.03.2009 16:51
So gehts mir auch.

Grindig. Grauslich. Ekelhaft. Widerlich. Staatsmänner? Peinlich.

punschkrapfen-außen rosa, innen braun, voll alkohol
02.03.2009 00:53
ich empfehle die lektüre von gerhard fritschs

"fasching"

Die Marslady
02.03.2009 00:24
Kärnten im "Orangenen-Dauerfasching"

Vor lauter lei lei weiss ein Grossteil der KärntnerInnen leider nicht mehr, wann der "Orangene-Fasching" aufhört.
Wenn z.B. nicht einmal die letzten Landesbudgets ordnungsgemäss verabschiedet wurden, dann wird auf die KärntnerInnen bei so viel Realitätsverweigerung hinsichtlich ihrer "orangenen Landesspitzen" in Zeiten wie diesen so manche Überraschung noch zukommen.
Dann ist Schluss mit "lustigem BZÖ-Dauerfasching" und es wird ein unangenehmes Erwachen geben.

Frizzl
02.03.2009 00:09
Ich finde das Ergebnis nicht so niedershmetternd.

Nach Haiders Unfalltod ist dieser Wahlausgang zu erwarten gewesen und bei aller Kritik an BZÖ, Dörfler, Geldausgeben, etc. müssen sich die anderen Parteien auch einmal hinterfragen. Nur mit Sprüchen wie "Volles Rohr für Kärnten" (gut, dass der nicht Hose heißt) kann man auch nicht viel gewinnen. Gerade in Krisenzeiten wollen die Menschen Lösungen (auch wenn es die falschen sind) ihrer Probleme oder zumindest das Gefühl, dass ihre Probleme gehört werden. In diesem Bereich versagen vor allem die Grünen seit Van der Bellens Abschied auf ganzer Linie. Dem BZÖ und der FPÖ auf arrogant und überheblich-intellektuell zu begegnen, wirkt nicht sehr sympathisch. Das BZÖ wird am eigenen mißwirtschaften scheitern - jede Wette.

universaldilettant aka iq007 
02.03.2009 00:12

Stimmt nicht, Menschen wollen keine Lösungen. Sondern Feindbilder! Ein externer Faktor sei verantwortlich. Menschen wollen nicht hören, dass sie selbst für ihr Handeln verantwortlich sind.

Frizzl
02.03.2009 03:13
Du hast leider ein furchtbar

menschenverachtendes Menschenbild. NATÜRLICH geht es nicht um Feindbilder, sondern um ganz konkrete nachvollziehbare Probleme. Diese können allerdings zu wenig kanalisiert werden und können dann erst von politischen Clowns instrumentalisiert werden - das ist ein gehöriger Unterschied.

sociovation
02.03.2009 13:58
"Nachvollziehbare Probleme"

Stimmt: Es ist nachvollziehbar, dass durch die Verlegung eines Asylantenlagers auf die Saualm Arbeitsplätze geschaffen werden.
Jedenfalls für Kärntner...

punschkrapfen-außen rosa, innen braun, voll alkohol
02.03.2009 00:58
und noch viel weniger wollen sie hören

dass es möglicherweise keinen personifizierten schuldigen gibt. der sündenbock war schon immer das konstituierende element einer gruppe.

gewissenhaft 
01.03.2009 21:56
Ich kann nur sagen, es ist niederschmetternd, was

.sich hier abzeichnet. Ich bin nach dem Ende meines Studiums von Wien nach Kärnten zurückgezogen, weil mir die Stadt zu wenig grün und zu eng geworden war - ich schätze die Landschaft, die vielen Ausflugsmöglichkeiten, die Seen etc. Am heutigen Tag erkenne ich meinen schweren Fehler - Kärnten ist Dogville, alles schön hergerichtet, ach so liabe Leit, a guate Jausn....und bei näherem Hinsehen und Zuhören tut sich ein menschlicher Abgrund auf - elend, wirklich elend - das heutige Wahlergebnis hinnehmend muss ich entsetzt feststellen, das annähernd jeder Zweite eine rechtspopulistische Partei gewählt hat. Ob ich, ein liberaler und humanistischer Mensch in solch einem Umfeld leben kann, wage ich nach dieser ersten Einschätzung zu bezweifeln.

sociovation
02.03.2009 13:59
Sie sollten aber dazusagen,

dass die Kärtner auch dann eine rechtspopulistische Partei gewählt hätten, wenn die SPÖ die Mehrheit errungen hätte.

Wolf Mate
02.03.2009 10:39
Niederschmetternd

Ich kann dem NUR zustimmen, es ist niederschmetternd und beschämend, was in diesem Bundesland möglich ist. In jedem anderen halbwegs zivilisierten Land wäre ein Dörfler nicht tragbar, und jetzt bekommt der mit seiner Bewegung fast die Absolute in Kärnten!! Das ist unglaublich, aber leider zur Kenntnis zu nehmen. Für Kärnten und für die Kärntner ist Hopfen und Malz verloren. Diese Bewegung wird den Wahlerfolg dazu nützen, ihre bisherige menschenverachtende und ressourcenverschwendende "Politik" weiterzuführen, und damit Kärnten weiter zu ruinieren und lächerlich zu machen. Es ist ja schon jetzt so, dass die Kärntner als die "liaben Trottalan" Österreichs dastehen - zu Recht, wie man gestern gesehen hat...

Leo Laokoon
02.03.2009 15:06

niederschmetternd? ja schon!
schon mal darüber nachgedacht warum in kärnten so gewählt wurde?
wie grottenschlecht müssen eigentlich die anderen sein daß die kärntner so wählten wie sie wählten?

bauser
02.03.2009 12:13
Noch nie was von Häupl gehört?

msm
01.03.2009 23:51
Niederschmetternd,

eine Frage für wen?
Kommunisten, Grüne und SPÖ erhielten ja immerhin noch stolze 33 % der Stimmen, somit jede dritte Stimme!
VP und beide freiheitlichen Parteien, also das oft zitierte bürgerliche Lager, erhielten den Rest.
Als liberaler, humanistischer Mensch sollten Sie sich überlegen, warum wohl die Wähler so entschieden haben

dr. caipirinha 
01.03.2009 23:28
Ihre Antwort in Ehren, aber

Wien zu wenig grün, zu eng??????? huaaahhhh, dos konn wohl nua a kartner sogn. Wien ist international gesehen schon (fast) Provinz, also bitte.....

Dr. 2Much
01.03.2009 22:26
Notfallmaßnahmen:

Setzen Sie bloß keine Verzweiflungstat, Sie sind nicht allein in Ihrer Bestürzung!
Ich bin zwar kein Kärntner, aber ich schäme mich als Österreicher.
Erstes Gegenrezept: Sarkasmus. Interpretieren Sie das Wahlergebnis als Intelligenztest und freuen sich, daß es Sie noch nicht erwischt hat.
Fast wie in einem Sciene-fiction-Film: da ist noch einer, den die Aliens noch nicht haben. Harren Sie aus, mein Freund, der Hubschrauber ist schon alarmiert. Halten Sie vorsichtshalber Ausschau nach Ihresgleichen, gehen Sie raus auf die Straße und singen Sie so laut Sie können: "We shall overcome." Wir evakuieren Sie, sobald wir können, aber das Ausmaß der Katastrophe hat uns überrascht ...

obama-fan
01.03.2009 22:16
ein neon.azi mit humor...

leilei-was ist schon dabei? ;) kinder, ihr nehmts alles so persönlich! am ende darf man als neon.azi nicht mal an ball in wien abhalten, weil alle dagegen demonstrieren...

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