Verbilligte Tickets für junge BesucherInnen

28. Februar 2009, 10:00
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Fanzonen-Tickets für 30 Euro für BestaunerInnen der Stars des "Women's World Awards" - Allerdings nur für unter Dreißigjährige - Beim Kongress steht "neuer Feminismus" zur Debatte

Wien - Wer Stars wie Kelly Clarkson, Anastacia oder Monica Bellucci live sehen will, hat am kommenden Donnerstag Gelegenheit dazu: Im Rahmen der zum ersten Mal in Wien stattfindenden "Women's World Awards" wird neben dem "Roten Teppich" zur Gala ein Bereich eingerichtet, in der bis zu 30-jährige BesucherInnen mit verbilligten Tickets Eintritt erhalten. 30 Euro kostet ein solches Fanticket, insgesamt werden maximal 200 Stück vergeben.

Dynamischer als die meist sehr gediegenen Preisverleihungen sollten sie sein, die "Women's World Awards", erklärte "Chairman" Georg Kindel am Freitag in einer Aussendung. "Daher haben wir uns entschlossen, direkt neben dem Red Carpet eine Fanzone mit eigener Tribüne aufzubauen, wo Jugendliche ihre Stars hautnah erleben können."

Motto "First come, first serve"

Die Tribüne wird über drei Ebenen gehen, voraussichtlich wird ab 16.00 Uhr eingelassen: Es gilt das Motto "First come, first serve", sagte Nina Ellend, Pressesprecherin der World Awards Media GmbH Europe. Fotoapparat und Autogramm-Block seien natürlich erlaubt.

Der verbilligte Preis der Fanzonen-Tickets kommt den jugendlichen Besuchern entgegen: Viele könnten sich einen Gala-Eintritt sonst wohl nicht leisten. Die Normal-Preise bewegen sich zwischen 80 und 490 Euro. Jeder bis zum vollendeten 30. Lebensjahr kann ein solches Ticket beantragen - verkauft werden insgesamt 200 Stück. Gesichert ist mit dem Fanticket neben dem Eintritt in die spezielle Zone auch ein Sitzplatz bei der Gala.

Generell zeigte man sich am Freitag mit dem Kartenverkauf für die "Women's World Awards" sehr zufrieden: "Es schaut gut aus, wir sind bereits fast voll", meinte die Sprecherin.

"Neuer" Feminismus?

Inhaltlich will sich das diesjährige Spektakel mit der Frage nach Geschlechtergleichheit und einem möglichen "neuen" Feminismus beschäftigen. Unter dem Titel "The next Generation" wird am 4. und 5. März bei einem Kongress im Wiener Rathaus - bei freiem Eintritt - diskutiert.

Feminismus ist in der westlichen Hemisphäre offenbar nicht unbedingt ein beliebtes ein Modewort: Viele Frauen, die Wert auf ein selbstbestimmtes Leben legen, wollen nicht als Feministinnen bezeichnet werden, hieß es in einer Ausendung der World Awards Media GmbH Europe. Ob der Begriff wegen irreparabler Imageschäden neu erfunden werden muss und ob ein Wandel von einem "alten" zu einem "neuen" Feminismus passiert, ist Thema des ersten Veranstaltungstages am Mittwoch.

Neben der zeitkritischen Analyse der Emanzipationsbewegung steht auch die differenzierte Auseinandersetzung mit der Geschlechtergerechtigkeit in Zusammenhang mit Migration, Kultur und Religion auf dem Programm. Der zweite Veranstaltungstag steht auch im Zeichen der Finanzkrise: Speziell aus Frauensicht soll analysiert werden, wie es dazu kommen konnte, welche Konsequenzen es gibt und was eine verstärkte weibliche Einbindung in eine bisher "vorwiegend männlich dominierte Finanz-, Wirtschafts- und Politikwelt" leisten kann.

Im Zuge des Kongresses wird auch die "Blue Heart"-Kampagne gegen Menschenhandel von der Drogen- und Kriminalitätsbehörde der Vereinten Nationen (UNODC) vorgestellt. Die Ausstellung "Barbiefreie Zone" des Mädchenzentrums Amazone zu Mädchenarbeit und die gesellschaftliche Rolle der Frau ist während der zweitägigen Veranstaltung aufgebaut. (APA)

"The next Generation: Der neue Feminismus - Perspektiven der Gleichstellung im 21. Jahrhundert",
Kongress am 4. und 5. März im Festsaal des Wiener Rathauses.
Freier Eintritt

Anmeldung

www.womensworldawards.com 

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Feier mit Königinnen-Bonus

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    Marianne Faithfull ist eine der diesjährigen Preisträgerinnen.

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