Mindestens 50 Tote bei Kämpfen im Südsudan

27. Februar 2009, 16:59
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Gefechte nahe der Grenze zu Äthiopien

Nairobi/Juba - Bei Kämpfen zwischen Milizen und sudanesischen Regierungstruppen sind in der Stadt Malakal im Süden des Landes in den vergangenen Tagen etwa 50 Menschen getötet worden. Nach UN-Angaben kamen mindestens 14 Zivilisten ums Leben.

Malakal liegt in der Nähe der Grenze zu Äthiopien in der Grenzregion zwischen Nord- und Südsudan. Der 21 Jahre dauernde Bürgerkrieg zwischen dem überwiegend arabischstämmigen Norden und dem meist von Schwarzafrikanern bewohnten Süden war erst 2005 zu Ende gegangen.

Entscheidung zu Haftbefehl gegen al-Bashir

Im Sudan wird derzeit mit Spannung die für den 4. März angekündigte Entscheidung über einen internationalen Haftbefehl gegen Präsident Omar al-Bashir wegen Völkermords in der westsudanesischen Krisenprovinz Darfur erwartet. Beobachter befürchten, dass eine Anklage gegen Bashir auch den Konflikt in Darfur anheizen und den andauernden Friedensprozess zwischen Nord- und Südsudan stören könnte. (APA/dpa)

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