Kein schönes Derby in Graz

27. Februar 2009, 15:34
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Platzverhältnisse vor Lokalduell mit Kapfenberg nicht optimal - Foda: "Glaube nicht, dass es ein schönes Spiel wird"

Graz - Der SK Sturm Graz hat am Samstag im Derby gegen Aufsteiger Kapfenberg drei Punkte eingeplant. Die Grazer würden den Rückstand auf Tabellenführer Red Bull Salzburg dann bei jeweils 22 ausgetragenen Spielen vorübergehend auf vier Zähler verkürzen. Ein schönes Fußball-Spiel sei laut Sturm-Trainer Franco Foda nicht zu erwarten - alleine wegen der Platzverhältnisse in der Grazer UPC-Arena nach dem Länderspiel gegen Schweden (0:2).

"Natürlich wäre uns ein Topplatz lieber, aber wir müssen es sowieso nehmen, wie es kommt", erklärte Foda, der nach den abgesagten Auswärtsspielen gegen Kärnten und Austria Wien froh ist, endlich wieder auf Punktejagd gehen zu können. "Wir sind gut vorbereitet. Wir wollen dieses Spiel daher ganz klar gewinnen", betonte der Deutsche, der zum Frühjahrsauftakt neben Verteidiger Fabian Lamotte auch auf den erkrankten Teamspieler Andreas Hölzl verzichten muss.

Dazu sind die Youngsters Daniel Beichler (Achillessehne) und Jakob Jantscher (Bänderverletzung im Knie) fraglich. Links im Mittelfeld dürfte daher Patrick Scherrer den nach Italien abgewanderten Marko Stankovic ersetzen. "Wir haben viele gute, junge Spieler und dadurch auch mehrere Möglichkeiten", meinte Foda, der gegen die kompakten Kapfenberger neben viel Geduld auch Risikobereitschaft im Spiel nach vorne als Erfolgsrezept sieht.

Die Statistik spricht klar für die Grazer, die in den vergangenen zehn Spielen nur eine Niederlage (0:1 beim LASK) kassiert haben. Zu Hause ist Sturm ebenso wie Rapid und Ried noch ungeschlagen, hat aus elf Spielen 27 Punkte geholt - Torverhältnis 29:6. In Graz hat Kapfenberg in seiner gesamten Oberhaus-Geschichte überhaupt noch nie gewonnen. In sieben Spielen in der Landeshauptstadt gab es für die Obersteirer seit deren Gründung fünf Niederlagen.

Eine weitere will Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch in einer mit 15.000 Zuschauern vermutlich ausverkauften UPC-Arena mit einer kompakten Abwehrleistung verhindern - und einer ähnlichen Aufstellung wie schon zuletzt beim 2:1 gegen Kärnten. "Es ist anzunehmen, dass Sturm wieder enormen Druck machen wird. Dem müssen wir standhalten", erklärte Gregoritsch. Seine Mannschaft befindet er seit der 0:2-Niederlage in Graz im November für gereift.

Ins offene Messer werden die Kapfenberger dem großen Lokalrivalen nicht laufen, versprach Gregoritsch. Die Grazer werden sich also auf ein Geduldspiel einstellen müssen. "Sie werden kompakt in der eigenen Hälfte stehen und auf Konter lauern", meinte Foda. "Ich glaube nicht, dass es ein schönes Spiel wird. Aber am Ende zählen für uns nur die drei Punkte." (APA)

SK Puntigamer Sturm Graz - Kapfenberger SV Superfund (UPC-Arena, 18:00, SR Stuchlik). Bisherige Saisonergebnisse: 3:1 (a), 2:0 (h).

Sturm: Gratzei - Schaschiaschwili, Feldhofer, Sonnleitner, Kandelaki - Beichler/M. Sereinig, Kienzl, Hlinka, Scherrer - Muratovic, Haas
Ersatz: Kobras - Tauschmann, Kaufmann, S. Foda, Kröpfl, Hassler
Es fehlen: Lamotte (Muskelfaserriss), Hölzl (krank)
Fraglich: Beichler (Achillessehnenprobleme), Jantscher (Bänderverletzung im Knie)

Kapfenberg: Eisl - Schönberger, Fukal, Taboga - Osoinik, Siegl, Sencar, Schellander - Zimmerman, Felfernig - Pavlov
Ersatz: Susko - Milosevic, Hüttenbrenner, Liendl, Lienhart, Kozelsky, Wieger, Bernsteiner
Es fehlen: Akoto, Erkinger, Stepanek, Rauscher, Pitter (alle verletzt oder rekonvaleszent)

 

 

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