Wieder Tausende auf der Flucht

27. Februar 2009, 14:35
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Warnungen vor neuen Bränden in Victoria - Feuerwehr hat Lage unter Kontrolle

Lilydale - Aus Angst vor einem neuen Flammeninferno haben sich in Australien erneut Tausende Menschen in Sicherheit gebracht. Die Bewohner ländlicher Regionen im Bundesstaat Victoria flohen nach Warnungen, Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius und starke Winde könnten die Feuer ähnlich anfachen wie bei der Brandkatastrophe Anfang Februar. Der starke Wind blieb jedoch aus, und die Feuerwehr hatte die Brände unter Kontrolle.

Die Bewohner der Region um Melbourne flohen in Aufnahmezentren oder brachten sich bei Freunden oder Verwandten in Sicherheit. Viele hatten in den vergangenen Wochen schon mehrmals wegen der Brände ihre Häuser zurückgelassen. Bei der am 7. Februar ausgebrochenen Brandkatastrophe waren im Bundesstaat Victoria mehr als 200 Menschen in den Flammen ums Leben gekommen, mehr als 2.000 Häuser brannten ab. Es waren die bisher schlimmsten Buschbrände in der Geschichte Australiens.

Feuerwehr im Dauereinsatz

Mehr als 3.000 Feuerwehrleute waren mit Unterstützung von Löschflugzeugen und -hubschaubern im Einsatz. Recht schnell gelang es den Einsatzkräften, kleinere Brände zu löschen. Die großen Feuer waren unter Kontrolle und blieben hinter den Sicherheitsgräben, die zum Schutz der Wohngebiete ausgehoben worden waren. "Wir drücken die Daumen, es scheint so, als hätten wir das Schlimmste geschafft", sagte Kevin Monk von der Umweltbehörde.

Der US-Pilot Dave Sisek, der mit seinem Hubschrauber am Löscheinsatz beteiligt war, sagte, der Wind sei schwächer als befürchtet. "Die Feuer brennen noch, aber sie bewegen sich nicht weiter, sie brennen vor sich hin", sagte er. Die Behörden warnten die Bewohner Südostaustraliens, dass die Buschbrände noch bis April andauern könnten, wenn es bis dahin nicht regnet. (APA/AFP)

 

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