Bluthochdruck bei Kindern verschlechtert ihr Denkvermögen

28. Februar 2009, 10:24
2 Postings

Viele der untersuchten Kinder waren zudem besonders ängstlich und depressiv

New York - Bluthochdruck kann bei Kindern das Denkvermögen beeinträchtigen. Im Vergleich zu Gleichaltrigen sind diese Heranwachsenden schlechter beim Planen und Ausführen komplizierter zielgerichteter Aufgaben. Zudem haben sie Defizite mit dem Arbeitsgedächtnis. Das ergab ein Vergleich von 32 Kindern, die hohen Blutdruck hatten, mit Gleichaltrigen gleichen Geschlechts und Gewichts sowie ähnlicher Herkunft.

Hoher Blutdruck ist bei Heranwachsenden oft eine Folge von starkem Übergewicht. Betroffen sind bis zu zehn Prozent der fettleibigen Kinder und Jugendlichen. Die Studie des Kindermediziners Marc Lande von der Universität Rochester ergab zudem, dass mehr als die Hälfte jener Kinder, die starkes Übergewicht und gleichzeitig Bluthochdruck hatten, auch besonders ängstlich und depressiv waren.

Bei Erwachsenen begünstigen Übergewicht und Bluthochdruck Schlaganfälle, Herzinfarkte und Nierenprobleme. Möglicherweise seien die in der Studie gefundenen kognitiven Defizite schon frühe Schäden durch hohen Blutdruck, vermutet Lande im "Journal of Pediatrics". Allerdings deuten vorläufige Studienresultate darauf hin, dass diese Defizite noch umkehrbar sind. Demnach bessern sich die kognitiven Beeinträchtigungen, wenn der Bluthochdruck behandelt wird. (APA/AP)

Share if you care.