T-Mobile sieht "Boden bei Tarifen" erreicht

27. Februar 2009, 13:01
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Mobilfunker steigerte Kundenzahl - Deutlicher Ergebnisrückgang - Kräftiges Wachstum beim mobilen Internet

Bei der Präsentation der Geschäftszahlen von T-Mobile Austria, gab sich Unternehmenschef Robert Chvátal betont optimistisch. Der zweitgrößte heimische Mobilfunker sei gut aufgestellt, plant keine Kündigungen und hat keine Finanzierungsprobleme. "Wir haben unsere Hausaufgaben 2007 gemacht", so seine Botschaft am Freitag.

Mehr Kunden

T-Mobile Austria konnte 2008 die Kundenzahl um vier Prozent steigern. Insgesamt zählt das Unternehmen nun rund 3,4 Millionen Kunden. Davon hält die Diskont-Tochter tele.ring 1.1 Millionen. Der Zuwachs entstand durch die Einführung des iPhones, die „Frag doch den Inder"- Kampagne von tele.ring und die verstärkter Nutzung von mobilen Internet.

Weniger Umsatz

Beim Umsatz gab es allerdings ein Minus von 8,2 Prozent auf 1,085 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gab um 15,2 Prozent auf 285 Mio. Euro nach. Der Umsatz pro Kunden sackte um 10 Prozent auf 26 Euro ab. "Wir sind durch das Tal der Tränen. Der Schrumpfungsprozess im Markt scheint vorbei. Ich sehe eine Stabilisierung, wir haben bei den Tarifen den Boden erreicht", so Finanzchef Wolfgang Kniese.

"Wir können ruhig schlafen"

Er stellte klar, dass das Unternehmen durch die Konzernmutter Deutsche Telekom voll ausfinanziert sei. "Wir können ruhig schlafen", betonte Kniese. Wobei 2008 das dritte Jahr in Folge gewesen sei, in dem die Umsätze in der Mobilfunkbranche rückläufig waren. Man sei aber gut aufgestellt und wolle mit dem Ausbau von mobilem Internet weiter wachsen, erklärte Chvatal. 2008 habe dieser Bereich ein Kundenplus von 67 Prozent auf 240.000 Nutzer verzeichnet, beim Datenvolumen gab es gar ein Plus von 116 Prozent.

Die Nummer 2 am Markt

Erst vorgestern hatte Marktführer Mobilkom Austria seine Zahlen präsentiert: Die Kundenbasis wuchs um 13,6 Prozent auf 4,5 Millionen. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunden stieg leicht um 0,7 Prozent auf 28,6 Euro, so die Mobilkom. T-Mobile Austria ist gemeinsam mit der Tochter tele.ring die Nummer 2 am Markt. Chvatal erwartet eine weitere Konsolidierung, als Übernahmekandidat wird immer wieder der kleinste Anbieter "3" genannt, der dies aber weit von sich weist.

iPhone


Chvatal sieht in Österreich einen Trend hin zu höherwertigen Handys und hier sei T-Mobile als Exklusivanbieter des Google G1 und als einer von zwei Anbietern des Apple iPhone bestens positioniert.


Die T-Mobile-Konzernmutter Deutsche Telekom hatte heute ebenfalls ihre Jahreszahlen präsentiert: Das EBITDA legte um 0,7 Prozent auf 19,5 Mrd. Euro zu, der Konzernüberschuss erhöhte sich um 14 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro. Für 2009 erwarten die Deutschen ein stabiles Ergebnis. (red/APA)

 

  • Robert Chvátal

    Robert Chvátal

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