Tierköpfe-Auktion: China bleibt hartnäckig

27. Februar 2009, 12:57
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Versteigerung der beiden Bronzeskulpturen aus dem 19. Jahrhundert sollte verhindert werden - nun will Peking die Käufer aufspüren

Peking - Im Streit um zwei in Paris versteigerte Bronzeskulpturen aus China lässt Peking nicht locker. Chinesische Anwälte teilten am Freitag mit, sie wollten die Käufer ausfindig machen und sie zur Herausgabe der Objekte bewegen. "Wir wollen die Käufer finden und versuchen, mit ihnen zu verhandeln", sagte der Pekinger Anwalt Li Xingfeng. "Wenn das nicht gelingt, werden wir sie verklagen."

Die chinesische Regierung hatte vergeblich versucht, den Verkauf der zwei im 19. Jahrhundert aus China gestohlenen Skulpturen bei der Versteigerung der Kunstsammlung von Yves Saint Laurent gerichtlich zu verhindern. Die beiden Tierköpfe gingen am Mittwoch für jeweils 15,7 Millionen Euro an anonyme Bieter. Die Käufer hatten die Objekte per Telefon ersteigert und wurden vom Auktionshaus Christie's nicht namentlich genannt.

China hatte dem Auktionshaus am Donnerstag vorgeworfen, immer wieder "Schmuggelware" zu versteigern, die rechtswidrig außer Landes gebracht worden sei. Laut einem Bericht der Zeitung "China Daily" vom Freitag wollen die chinesischen Anwälte zwei separate Klagen in China und Frankreich einreichen: gegen Christie's sowie gegen Yves Saint Laurents Lebensgefährten Pierre Berge, dem Mitbesitzer der Kunstsammlung. (APA)

 

 

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