Ergebnisse zum Absturz erst kommende Woche

27. Februar 2009, 19:10
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Ein Passagier stand nicht auf der Liste - Boeing-Angestellte tot - Türkische Pilotenvereinigung: Turbulenzen als Ursache

Amsterdam - Zwei Tage nach dem Flugzeugunglück von Amsterdam haben rund 40 Experten am Freitag ihre Ermittlungen zur Unglücksursache fortgesetzt. Sie erstellten Karten mit dem exakten Ort jedes einzelnen Trümmerteils, um aus diesem Puzzle Hinweise zur Klärung des Absturzes zu finden. Sandra Groenendal von der niederländischen Sicherheitsbehörde kündigte eine erste Einschätzung bis Mittwoch an.

Behördenleiter Pieter van Vollenhoven hatte am Donnerstag erklärt, die Maschine sei fast senkrecht abgestürzt, was auf einen Ausfall der Triebwerke hindeute. Groenendal sagte jedoch, dies sei nur "eines von mehreren möglichen Szenarien". Als andere Möglichkeiten nannte sie Treibstoff-Mangel, Vogelschlag oder einen Irrtum des Piloten. Die türkische Pilotenvereinigung nannte Turbulenzen eines voraus fliegenden Flugzeuges als mögliche Ursache des Unglücks.

Die Fluggesellschaft Turkish Airlines gab am Freitag die Namen von vier Besatzungsmitgliedern unter den neun Todesopfern bekannt. Bei den weiteren Toten handelt es sich um einen Türken und vier Amerikaner, unter ihnen zwei Angestellte des Flugzeugherstellers Boeing. Ein weiterer Boeing-Mitarbeiter wurde schwer verletzt.

Einer der Überlebenden, Henk Heijloo, sagte, er habe als letzte Mitteilung des Flugkapitäns gehört, wie dieser die Crew angewiesen habe, ihre Sitze einzunehmen. Er habe eine Weile gebraucht, bis er erkannt habe, dass es ein Problem beim Landeanflug gebe, sagte Heijloo. "Wir kamen in einem komischen Winkel an, und ich hatte das Gefühl, dass der Pilot mehr Gas gab."

Die Boeing 737 der Turkish Airlines schlug am Mittwoch kurz vor der Landebahn auf einem Feld auf und zerbrach in drei Teile. Neun der 135 Insassen kamen ums Leben, darunter die Piloten. 121 Menschen wurden bei dem Absturz verletzt. (APA/dpa)

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