Glasklares Ziel ist Gold

27. Februar 2009, 18:56
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Cheftrainer Pointner vor der Konkurrenz am Samstag: "Es muss das Ziel sein, auch hier zu gewinnen"

Liberec - Was Österreichs Kombinierer-Team bei den Weltmeisterschaften am Donnerstag nicht gelungen ist, soll für die ÖSV-Adler klappen: Eine WM-Medaille im Mannschaftsbewerb am Samstag (16.00 Uhr/live ORF1). Blickt man auf die Mannschaftsbilanz der Skispringer seit 2005 bei Großereignissen, dann könnte man versucht sein, Österreich als Bank zu tippen: zwei Team-WM-Titel 2005 in Oberstdorf, Olympia-Team-Gold in Turin/Pragelato 2006, Gold auch vor zwei Jahren in Sapporo sowie Skiflug-Team-Weltmeister 2008.

Herzensangelegenheit

"Der Bewerb liegt mir sehr am Herzen, weil es auch eine Bestätigung für unsere Team-Vision wäre und jeder seinen Beitrag zu einer Medaille leistet", sagte Cheftrainer Alexander Pointner. Normalschanzen-Weltmeister Wolfgang Loitzl hatte schon bald nach seinem Gold gemeint, dass alles andere als der Titel mit dem Team eine Enttäuschung wäre. Und diesmal lässt sich auch der Cheftrainer nicht lumpen: "Alles andere ist ein tiefstapeln. Wenn man seit 2005, als wir Doppel-Weltmeister im Team geworden sind, bei Olympia und beim Skifliegen Gold gewonnen hat, muss es ganz klar das Ziel sein, auch hier Gold zu gewinnen."

Andererseits passiere es auch immer wieder, dass man großartige Wettkämpfe biete und nicht als Sieger hervorgeht. Dann könne man auch sagen, man habe Silber oder Bronze gewonnen. Doch "Goldschmied" Pointner weiß, dass seine Mannschaft heiß ist: "Wenn man diese Erfolge in den letzten Jahren gefeiert hat, trägt man nicht zu dick auf, wenn man sagt, man möchte Weltmeister werden."

Vize-Weltmeister Gregor Schlierenzauer, der ebenso wie Loitzl und Thomas Morgenstern im Teambewerb Fixstarter ist, freut sich auf das Kräftemessen: "Teamspringen ist immer etwas Besonderes, weil vier Leute enorm zusammenhelfen müssen. Irgendwie wird das Team bewertet, aber klar eine Einzelmedaille zählt für uns mehr."

Die Konkurrenz schläft freilich nicht und mit Oberstdorf-Sieger Finnland, Norwegen, dem Sieger der ersten FIS-Team-Tour, und auch Deutschland gibt es mehrere Medaillenkandidaten. Vor allem der DSV setzt seine größten Hoffnungen in den Teambewerb. "Mit der Mannschaft sind wir stark genug, um aus eigener Kraft aufs Podest zu springen", meinte der deutsche Bundestrainer aus Vorarlberg, Werner Schuster. Auch Martin Schmitt ist sicher: "Wir werden ein Wörtchen mitreden."

Bei normalen Bedingungen sollten aber die Österreicher tonangebend sein. Es ist übrigens durchaus möglich, dass der Teambewerb der Skispringer nicht die letzte Konkurrenz der "Adler" bei diesen Weltmeisterschaften ist. Die Vorhersagen für Freitagnachmittag waren so schlecht, dass hinter den Kulissen bereits über eine Verlegung des Großschanzen-Einzelbewerbs auf Sonntag beraten wurde. (APA)

 

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