SW Umwelttechnik 2008 mit Verlusten

27. Februar 2009, 08:44
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Jahresergebnis dreht von plus 1,7 auf minus 3,8 Millionen Euro

Wien - Das Kärntner Familienunternehmen SW Umwelttechnik ist 2008 tief in die Verlustzone gerutscht. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) verschlechterte sich gegenüber dem Jahr davor um 18 Prozent auf 7,7 Mio. Euro. Zurückzuführen sei dies auf die im vierten Quartal bereits umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen in Ungarn. Das EBIT hat sich von 4,6 auf 2,1 Mio. Euro mehr als halbiert. Das Jahresergebnis nach Minderheiten drehte von plus 1,7 Mio. Euro auf minus 3,8 Mio. Euro - vor allem verursacht durch die Kursschwankungen der CEE-Währungen, teilte das Unternehmen heute, Freitag, mit. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 109,8 Mio. Euro.

Der Finanzverlust habe sich mit -7,2 Mio. Euro zum Vorjahr (-3,3 Mio. Euro) mehr als verdoppelt. Im resultierenden Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) weist SW Umwelttechnik damit einen Verlust von 5,0 Mio. Euro aus (2007: + 1,2 Mio. Euro).

Wegen des veränderten Marktumfeldes hat SW Umwelttechnik im vierten Quartal 200 Leiharbeiter und 200 Mitarbeiter des Stammpersonals gekündigt. Das Unternehmen konzentriere sich nun auf die aus den angekündigten Konjunkturpaketen zu erwartende Steigerung der kommunalen Investitionen. Im Betriebsergebnis (EBIT) spiegle sich das äußerst schwierige Marktumfeld, mit negativen Auswirkungen vor allem aus Ungarn, wider.

Strategie

Der "gute laufende Auftragseingang" bestätige die Strategie des Unternehmens, sich auf kommunale Projekte zu konzentrieren, und sichere die Auslastung für 2009. Nach einem ausgesprochen positiven ersten Halbjahr 2008 sei in der zweiten Jahreshälfte der CEE-Raum, der Hauptmarkt der SW Umwelttechnik, stark von den Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise getroffen worden. Speziell in Ungarn sind Investitionen im Sektor Industrie und Gewerbe nahezu zum Stillstand gekommen und SW Umwelttechnik musste Auftragsstornierungen im Ausmaß von 11 Mio. Euro hinnehmen.

In der regionalen Aufteilung ist der Umsatzanteil von Ungarn mit 61 Mio. Euro auf 55 Prozent (Vorjahr: 60 Prozent) gesunken, während der Anteil Rumäniens mit 21 Mio. Euro auf 19 Prozent (Vorjahr: 9 Prozent) verdoppelt werden konnte. Österreich ist mit ebenfalls 21 Mio. Euro und einem Anteil von 19 Prozent (Vorjahr: 20 Prozent) stabil geblieben.

SW Umwelttechnik ist durch die expansiv getätigten Investitionen in Südosteuropa der letzten Jahre verstärkt dem dortigen Wechselkursrisiko ausgesetzt. Die starken Kursabweichungen des ungarischen Forint und des rumänischen Lei zum Jahresende führte den Angaben zufolge zu vorübergehenden und nicht cashwirksamen Buchverlusten von 5 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2008. (APA)

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