Hauptsache weniger Kalorien

27. Februar 2009, 08:45
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Erfolge bei verschiedenen Diäten praktisch ident - Verhältnis von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten unerheblich

Washington - Forscher in den USA haben jetzt den idealen Weg gefunden, überflüssige Kilos zu verlieren. Der ist "einfach": Nach einer am Donnerstag im "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Studie der staatlichen US-Gesundheitsinstitute (NIH) sind der Konsum von Lebensmitteln, die gut für das Herz-Kreislauf-System sind und wenige Kalorien enthalten sowie sportliche Betätigung der Schlüssel für eine erfolgreiche Diät. Das Verhältnis von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten sei dagegen unerheblich.

Bei der Studie wurden vier verschiedene Diäten miteinander verglichen, die jeweils einen der drei Nährstoffe bevorzugen (Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß). So steht die Atkins-Diät beispielsweise für einen Verzicht auf Kohlenhydrate, während die Ornish-Diät vegetarische Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen empfiehlt. 811 Übergewichtige oder Fettleibige, 38 Prozent von ihnen Männer und 62 Prozent Frauen, im Alter von 30 bis 70 Jahren nahmen an der Studie teil.

Sport inbegriffen

Zunächst sechs Monate, dann zwei Jahre nach Versuchsbeginn wurde der Erfolg der Abnehmprogramme untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass alle Teilnehmer ungefähr gleich viel an Gewicht verloren hatten - durchschnittlich 5,9 Kilogramm nach sechs Monaten, etwa vier Kilogramm nach zwei Jahren. Der Taillenumfang der Freiwilligen schrumpfte um 2,54 Zentimeter in sechs Monaten und um 7,62 Zentimeter im Gesamtzeitraum. Alle Versuchspersonen mussten ein moderates Sportprogramm absolvieren, etwa 90 Minuten Laufen pro Woche.

"Die Ergebnisse zeigen, dass es nicht nur einen Weg gibt, Kilos zu verlieren und ein gesundes Gewicht aufrechtzuerhalten", sagt Elizabeth Nabel, Direktorin des Instituts für Herz, Lungen und Blut (NHLBI), das dem NIH unterstellt ist. "Das lässt den Leuten mehr Freiheit bei der Wahl der Diät, was ihnen eine größere Chance gibt, diese durchzuhalten." 66 Prozent der Erwachsenen in den USA sind übergewichtig, 32 Prozent von ihnen fettleibig. (APA/AFP)

 

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