2009 bereits mehr als tausend Tote im Drogenkrieg

27. Februar 2009, 07:27
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Generalstaatsanwalt sieht Höhepunkt erreicht - Präsident ruft USA zu Kampf gegen Korruption auf

Mexiko-Stadt - Die Drogenkriminalität in Mexiko hat in den ersten acht Wochen dieses Jahres bereits mehr als 1.000 Menschen das Leben gekostet. Diese Zahl nannte am Donnerstag der mexikanische Generalstaatsanwalt Eduardo Medina Mora in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 6.290 Tote gewesen.

Medina Mora sagte, er glaube, dass die Drogenkriminalität jetzt ihren Höhepunkt erreicht habe. Die mächtigsten Drogenkartelle der Welt seien massiv unter Druck - zum einen aufgrund von Bandenkriegen und zum anderen wegen der massiven Kampagne der Regierung.

Razzien

Der Generalstaatsanwalt würdigte die Verhaftung von Angehörigen des Drogenkartells Sinaloa in den USA. Allein in der Nacht zum Mittwoch wurden bei mehreren Razzien der US-Drogenpolizei (DEA) mehr als 50 mutmaßliche Rauschgifthändler verhaftet, wie Justizminister Eric Holder in Washington mitteilte. Rund 700 weitere Verdächtige wurden bereits zuvor im Rahmen der seit 21 Monaten laufenden Operation Xcellerator festgenommen.

Der mexikanische Präsident Felipe Calderon wies unterdessen in einem Interview der Nachrichtenagentur AP die Ansicht zurück, dass der Staat am Ende sei und die Kontrolle über das Territorium an die Drogenkartelle verliere. Diese Befürchtung war kürzlich in Berichten der US-Regierung geäußert worden. Calderón forderte die US-Regierung auf, mehr gegen die Korruption nördlich der gemeinsamen Grenze zu unternehmen. (APA/AP)

 

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