Große Nachfrage nach Abwrackprämie

27. Februar 2009, 07:00
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10.000 Anträge pro Tag - Autobranche erlebt steil wachsenden Absatzboom

Frankfurt/Main - Die Abwrackprämie der deutschen Bundesregierung für Altautos beschert der Branche einen steil wachsenden Absatzboom. Habe es in den ersten Tagen der seit 2. Februar gewährten Prämie rund 1.000 bis 2.000 Anträge für die Prämie gegeben, liege der Tageschnitt derzeit bei knapp 10.000, sagte der Sprecher des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhkontrolle (Bafa), Michael Rostek, der "Berliner Zeitung". "An Spitzentagen hatten wir auch schon bis zu 16.000 Anträge zu bearbeiten."

Das Interesse an der Prämie übersteige alle Erwartungen, sagte Rostek. Inzwischen lägen 133.608 Anträge vor. "Auf Grund der Auftragsflut haben wir inzwischen 70 neue Mitarbeiter eingestellt." Die vom Bund zur Verfügung gestellten 1,5 Milliarden Euro für die Verschrottungsprämie könnten maximal zum Verkauf von 600.000 Neuwagen führen.

Schrottprämie für Hartz-IV-Empfänger

Unterdessen bekannte sich die stellvertretende SPD-Chefin Andrea Nahles eindeutig dazu, dass die Prämie auch Hartz-IV-Empfängern zugute kommen müsse. "Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass die SPD-Bundestagsfraktion eine Nichtanrechnung der Abwrackprämie für Hartz-IV-Empfänger unterstützen wird", sagte Nahles laut "Bild"-Zeitung. "Wir müssen das in der nächsten Woche mit unserem Koalitionspartner klären." Auch der SPD-Linke Ottmar Schreiner sprach sich dafür aus: "Die gegenwärtige Diskriminierung muss aufgehoben werden", zitiert ihn die Zeitung. "Hartz-IV-Empfänger dürfen bei der Abwrackprämie nicht anders behandelt werden als alle anderen Menschen auch." (APA/AP)

 

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