Marokkaner zu 15 Jahren Haft verurteilt

26. Februar 2009, 22:34
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Einer der Hauptverdächtigen der Anschläge von Casablanca und Madrid

Rabat - Einer der Hauptverdächtigen der Anschläge von Casablanca im Jahr 2003 und in Madrid im Jahr 2004 ist in Marokko zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Anti-Terror-Gericht in Salé in der Nähe der Hauptstadt Rabat sah am Donnerstag die Beteiligung des 38-jährigen Marokkaners Saad Housseini an den Anschlägen mit insgesamt mehr als 220 Toten als erwiesen an. Der ausgebildete Chemiker soll den Sprengstoff für die Attentate hergestellt haben. Die Anklage hatte 20 Jahre Haft gefordert. Mit Housseini wurden noch 17 weitere Angeklagte zu Strafen zwischen drei und 15 Jahren Haft verurteilt.

Bei den im Mai 2003 verübten Terroranschlägen in der marokkanischen Küstenstadt Casablanca waren 45 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen zwölf Selbstmordattentäter. Im März 2004 waren bei den Anschlägen auf vier Pendlerzüge in Madrid 191 Menschen getötet und mehr als 1.800 weitere verletzt worden.(APA/AFP)

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