Mirna Jukic auf Olympia-Niveau

27. Februar 2009, 19:44
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Wienerin stellte bei Hallen-Staatsmeisterschaften Peking-Rekord ein und löste wie Koll, Mate und Brandl WM-Ticket

Wien - Das österreichische Schwimm-Team für die Langbahn-Weltmeisterschaften vom 26. Juli bis 2. August in Rom ist nach den ersten beiden Qualifikationstagen bereits sieben Athleten stark. Bei den 49. nationalen Hallen-Meisterschafen im Wiener Stadthallenbad lösten am Freitag Dominik Koll, Hunor Mate, Mirna Jukic und David Brandl ihr Ticket, nachdem das schon am Vortag Jördis Steinegger, Dinko Jukic und Dominik Dür geschafft hatten.

Als bisher Letzte kamen in der Finalsession am frühen Abend Mate und Koll zum Aufgebot dazu. Der neuerdings für den Wolfsberger SV startende Mate leistete Maßarbeit, indem er bei seinem Sieg über 100 m Brust in 1:01,56 Minuten die geforderte Norm um 1/100 unterbot. Der gebürtige Ungar war eigens für die Titelkämpfe von seinem US-Studienort angereist. Maxim Podoprigora fehlten als Zweitem gut 1,5 Sekunden auf das WM-Limit.

Koll hatte im Vorlauf auf Limitkurs auf dem letzten Hunderter abgestellt, da er das akustische Kommando seines Trainers Helge Gödecke zum Angriff überhört hatte. Im Endlauf zeigte der Linzer aber dann, was er drauf hat. Mit 3:48,15 Minuten unterbot der 24-Jährige nicht nur die Rom-Norm, sondern auch den bei Olympia in Peking aufgestellten österreichischen Rekord seines Trainingskollegen David Brandl - und zwar um 48/100 Sekunden.

Mirna Jukic sorgte für den absoluten Höhepunkt, indem sie über 100 m Brust in 1:07,06 Minuten ihren nationalen Rekord von Olympia in Peking einstellte. In China war die 22-Jährige ja Olympia-Dritte geworden. Österreichs zweifache "Sportlerin des Jahres" schwimmt also fünf Monate vor der WM bereits auf Olympia-Niveau. "Das Rennen war supercool, es hat Freude und Spaß gemacht", meinte die diesmal im Ganzkörperanzug angetretene Wienerin. 

Ihr Bruder Dinko zeigte ebenfalls wieder auf. Über 100 m Delfin gewann er mit einer Verbesserung seiner OSV-Bestleistung um 1,29 Sekunden auf 52,03 Sekunden, womit ihm eine auch international beachtliche Marke gelang. "Über 200 m Delfin möchte ich jetzt 1:53 hoch schwimmen", sagte der 20-Jährige. "Das wäre aus dem Training heraus nicht schlecht."

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