Sonderprüfer fühlt AWS auf den Zahn

26. Februar 2009, 18:03
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Der Blitz-Abgang von AWS-Geschäftsführer Peter Takacs am Mittwochabend wird von einer externen Prüfungskommission untersucht

Welcher Wirtschaftsprüfer damit betraut wird, stehe noch nicht fest, betonte man bei Hälfteeigentümer Wirtschaftsministerium. Erst dann soll das Präsidium des AWS-Aufsichtsrats unter Vorsitz von Bawag-Vorstandsdirektor Stephan Koren entscheiden, ob vom langjährigen AWS-Geschäftsführer Schadenersatz gefordert oder Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet wird.
Im Wirtschaftsministerium betonte man nachdrücklich, dass für Takacs die Unschuldsvermutung gelte, es sei durchaus möglich, dass es zu keinem Verfahren komme. Als Interims-Nachfolger für Takacs wird Prokurist Kurt Leutgeb (ehemals Bürges-Bank) installiert.
Klar ist, dass der langjährige Chef der AWS (vorher Finanzierungsgarantiegesellschaft FGG) seinen 2007 verlängerten Vertrag nicht ganz freiwillig beendete. Takacs habe Unregelmäßigkeiten bei Spesenabrechnungen nicht aufklären können, auch von Gehaltspfändungen ist die Rede. Verdacht auf Fördermissbrauch oder Malversationen bestreitet man. Beim Fit-and-proper-Test der Finanzmarktaufsicht, den die AWS-Führung für die Banklizenz bestehen muss, sind private Finanzprobleme nicht vorteilhaft. (ung, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 27.2.2009)

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