Drogenlenker zwölf Jahre nach tödlichem Unfall verurteilt

26. Februar 2009, 17:35
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Er hatte vier Stunden vor der Fahrt Kokain konsumiert

Klagenfurt - Wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen wurde am Mittwoch am Landesgericht Klagenfurt ein 53-jähriger Italiener zu zehn Monaten unbedingter Haft verurteilt (nicht rechtskräftig). Der Mann hatte im Juni 1997 unter Einfluss von Drogen auf der Südautobahn nach dem Donnersbergtunnel im Bezirk Wolfsberg einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem zwei Steirer getötet und zwei weitere Personen verletzt worden waren.

Nach zwei Monaten in U-Haft war er auf Kaution freigekommen und hatte sich danach nicht mehr gemeldet. Am 12. Februar wurde er aber dann schließlich bei einer Routinekontrolle der Polizei im Burgenland verhaftet.

"Ich bin kein Mörder, es tut mir leid", sagte der Angeklagte, als ihm Richterin Michaela Sanin vorhielt, dass er zwei Menschen getötet habe. Der 53-Jährige bekannte sich schuldig und gab auch zu, vier Stunden vor der Abreise eine "Nase" Kokain konsumiert zu haben. Er bestritt allerdings, sich während der Fahrt in einem Rauschzustand befunden zu haben. Der exakte Berauschungsgrad des Mannes konnte nicht mehr nachvollzogen werden, denn die Blutprobe aus dem Jahr 1997 ist inzwischen vernichtet worden.

Von den zehn Monaten Freiheitsstrafe werden nun die rund zwei Monate Untersuchungshaft abgezogen, die der Angeklagte vor zwölf Jahren bereits abgesessen hatte. (APA)

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