Helmuth Fellner schichtet in Richtung Wiener Privatbank um

26. Februar 2009, 18:27
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Ausstieg aus Constantia-naher Gesellschaft

Helmuth Fellner, ehemals Geschäftsführer der Verlagsgruppe News, hat seit Weihnachten eine zusätzliche neue Beschäftigung. Am 23. Dezember 2008 hat er eine Portfolio- und Beratungsgesellschaft im Wiener Handelsregister eintragen lassen, gemeinsam mit der Wiener Privatbank SE rund um den Wiener Immobilienunternehmer und Conwert-Gründer Günter Kerbler.

Konkret geht es um die PMB Portfolio Management und Beratungs GmbH, an der Fellner 26 Prozent hält, der Rest der Anteile gehört der Robigo Treuhand und Management GmbH, die wiederum eine Tochter der Wiener Privatbank SE ist.

Eine offizielle Auskunft über den Unternehmensgegenstand der mit 35.00 Euro Kapital (davon ist die Hälfte einbezahlt) ausgestatteten Gesellschaft war nicht zu bekommen. PMB-Geschäftsführer Fellner war nicht zu erreichen, seine Co-Geschäftsführerin, Privatbank-Managerin Alexandra Balik, will auf Anfrage des STANDARD "dazu eigentlich gar nichts sagen".

Angeblich verwaltet die PMB diverse Gesellschaften und Beteiligungen Fellners - der 52-Jährige engagierte sich zuletzt besonders in Immobiliengeschäften stark. Seine diesbezüglichen Beziehungen zur Constantia CPB/Immofinanz-Gruppe dürfte er aber gekappt und nun in Richtung Wiener Privatbank verlagert haben.

Aus der Geschäftsführung der 2005 gegründeten Private Equity Beratungs GmbH zum Beispiel ist Fellner am 3. Jänner dieses Jahres ausgeschieden. Diese Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochter der CPB Enterprise GmbH - und, profan ausgedrückt, eine Urenkeltochter der niederländischen Constantia Packaging B.V. Sie wiederum ist Turnauer-Erbin Christine de Castelbajac zuzurechnen.

Die Private Equity Beratungs GmbH hatte (Stand Ende 2006) ein negatives Eigenkapital von 27.000 Euro; Co-Geschäftsführer Fellners war Ex-Immofinanz-Vorstand Christian Thornton gewesen.

Bis zum vorigen Herbst saß Thornton im Vorstand der Helmuth Fellner Privatstiftung. Gegen Thornton wird rund um die Immofinanz-Causa, ebenso wie gegen Karl Petrikovics, wegen des Verdachts auf Betrug, Untreue und Bilanzfälschung ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung. (gra/DER STANDARD, Printausgabe, 27.2.2009)

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