2008 droht eine Milliarde Schaden aus faulen Wertpapieren

26. Februar 2009, 17:29
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Paris/Berlin - Die Pleiten der US-Bank Lehman Brothers und isländischer Kreditinstitute belasten einem französischen Pressebericht zufolge die Bilanz der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Schaden für das Geschäftsjahr 2008 belaufe sich auf mehr als eine Milliarde Euro, berichtete die französische Tageszeitung Le Monde ohne Angabe von Quellen. Dafür müssten alle 16 Notenbanken des Währungsystems geradestehen.

Auch die Deutsche Bundesbank sei vom Zusammenbruch von Lehman Brothers betroffen, hieß es. Die Notenbanken von Luxemburg und den Niederlanden litten dagegen vor allem unter dem Kollaps isländischer Banken. Eine Bundesbank-Sprecherin wollte den Bericht nicht kommentieren. Auch von der EZB war keine Stellungnahme zu erhalten. Die EZB legt ihre Bilanz für 2008 am Donnerstag kommender Woche vor, die deutsche Bundesbank präsentiert am 10. März ihre Zahlen.

EZB-Ratsmitglied Marko Kranjec hat laut Reuters vor wenigen Tagen gesagt, viele der 16 Notenbanken hätten faule Wertpapiere von Lehman und anderen zusammengebrochenen Geschäftsbanken in ihrer Bilanz. Diese seien von Lehman Brothers als Sicherheit etwa für Geldmarktgeschäfte hinterlegt worden und seien inzwischen wertlos geworden. (Reuters, DER STANDARD, Printausgabe, 27.2.2009)

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