Frühere Siemens-Telefonsparte Gigaset streicht Arbeitsplätze

26. Februar 2009, 17:17
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Weltweit sollen 293 der 2.100 Stellen gestrichen werden

Die frühere Siemens-Telefonsparte Gigaset will nach einem Verlust im vergangenen Geschäftsjahr mehr als zehn Prozent aller Arbeitsplätze streichen. Weltweit sollen 293 von derzeit 2.100 Stellen wegfallen, sagte ein Sprecher des Telefonherstellers am Donnerstag in München der Deutschen Presse-Agentur dpa. Knapp die Hälfte davon entfällt auf das Inland.

Kerngeschäft

Betroffen ist vor allem der größte Standort Bocholt, wo 111 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Am Hauptsitz München fallen 31 Arbeitsplätze weg. Durch die Einschnitte wolle sich Gigaset stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren, sagte der Sprecher.

Der Stellenabbau soll etwa zur Hälfte durch Fluktuation und Altersteilzeit erreicht werden, bei den übrigen Stellen hofft das Unternehmen auf freiwillige Lösungen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen nach Angaben des Sprechers bei einem Umsatz von mehr als 600 Mio. Euro mehr als 10 Mio. Euro Verlust gemacht.

Sanierung

Gigaset war im August vergangenen Jahres von dem auf die Sanierung von Unternehmen spezialisierten Finanzinvestor Arques übernommen worden. Siemens hatte sich mit dem Verkauf von den letzten Resten seines einst mächtigen Kommunikationsbereichs getrennt. Arques hatte bereits in den vergangenen Tagen Pläne für eine Neuausrichtung der früheren Siemens-Telefonsparte bestätigt. Die Produktion müsse verschlankt werden und die Kapazitäten angepasst, hieß es. Gigaset macht einen Großteil seines Umsatzes mit Schnurlostelefonen. (APA/dpa)

 

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