44-Jährige starb in Bergen von Kanada

26. Februar 2009, 16:39
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Rettungskräfte blieben untätig - Ehemann konnte nach neun Tagen in eisiger Kälte noch gerettet werden

Montreal - In den verschneiten Bergen im Osten Kanadas ist eine Frau nach vergeblichen Hilferufen erfroren. Die 44-Jährige wurde neun Tage nach ihrem Verschwinden beim Skifahren in der Region Golden tot geborgen, wie die Polizei am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Der Ehemann der Frau überlebte: Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Das Paar hatte sich offenbar bei einem Skiausflug abseits der Pisten verirrt.

Um auf die Notlage aufmerksam zu machen, schrieben die Eheleute in großen Buchstaben "SOS" in den Schnee. Ein Hubschrauber-Pilot entdeckte die Botschaft und informierte sofort die Rettungskräfte. Nachdem diese bei Hotels und Ski-Stationen nachgefragt hatten, kamen sie zu dem Ergebnis, dass niemand vermisst werde. Daher ließen sie die Angelegenheit auf sich beruhen.

Rettungskräfte untätig

Ein paar Tage später entdeckte erneut ein Pilot die "SOS"-Botschaft und gab den Rettungskräften ebenfalls Bescheid. Diese teilten ihm mit, sie hätten die Sache bereits untersucht, und blieben weiter untätig. Erst als am Dienstag ein dritter Pilot auf den verirrten Mann aufmerksam wurde, der ihm Zeichen machte, machten sich Rettungskräfte auf die Suche. Für die Frau kam die Hilfe allerdings zu spät. (APA/AFP)

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