Verkauf von Foto- und Video-Rechten

26. Februar 2009, 14:49
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Anwalt überlegt Geldquellen - Medien hätten Geld geboten, das Haus und das Verlies zu filmen

Amstetten - Der Masseverwalter des Tatverdächtigen im Inzest-Fall denkt offenbar im Interesse der Opferfamilie über neue Einnahmequellen nach.

Jurist Walter Anzböck überlegt angeblich die Möglichkeit, Fotos und TV-Berichte aus dem Haus von Josef F. in Amstetten gegen Bezahlung zu ermöglichen, berichtet der "Kurier". Am Freitag tagt ein Gläubigerausschuss.

Medien hätten Geld geboten, das Haus und das Verlies zu filmen. Der Keller, in dem Josef F. seine Tochter jahrelang gefangen haben soll, sei noch immer gerichtlich versiegelt. "Es stellt sich nun die Frage", so der Masseverwalter, "ob man eine Entsiegelung bekommen könnte." Diese Frage sei nur unter dem Motto "Absicherung der Familien-Zukunft" mit den Opferanwälten zu klären.

Ob man sich vorstellen kann, finanzielle Angebote von Medien für Fotos und TV-Berichte aus dem Haus von Josef F. entgegenzunehmen, ist am Freitag Gegenstand einer Sitzung des Gläubigerausschusses.

Die Schulden des Immobilienunternehmers Josef F. sollen sich angeblich auf etwa 3,5 Millionen Euro belaufen.

Am 27. April 2008 war in Amstetten bekanntgeworden, dass der 73-jährige Josef F. seine Tochter 24 Jahre lang in einem Verlies eingesperrt und sexuell missbraucht haben soll. Während der Gefangenschaft habe der Mann mit der heute 42-Jährigen sieben Kinder gezeugt. Josef F. befindet sich in St. Pölten in Untersuchungshaft. Der 73-Jährige muss sich ab 16. März vor Gericht verantworten. (APA)

 

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