Verschwundene Startnummer stoppt USA

26. Februar 2009, 14:28
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Demong im Springen disqualifiziert - Goldfavorit verzichtete auf Antreten im Langlauf

Liberec - Gold im Massenstart, Gold im Einzelbewerb von der Normalschanze und starke Leistungen seiner Kollegen: Todd Lodwick, Bill Demong, Johnny Spillane und Eric Camerota waren bei den Titelkämpfen in Liberec im Teambewerb heiße Medaillenkandidaten. Doch ein in dieser Form einzigartiges Missgeschick von Demong führte zu dessen Disqualifikation: Demong hatte vor dem Springen seine Startnummer nicht gefunden. 

"Ich bin ein Idiot", schrie der Unglückliche. Was war passiert? Zwischen dem Probesprung und der ersten von vier Team-Runden war dem als erster US-Springer nominierte Demong seine Startnummer abhanden gekommen, die Jury musste ihn reglementgemäß disqualifizieren. So richtig tragisch wurde es für Demong, als er seine Startnummer später fand, er hatte sie oben in den Anzug gesteckt, von wo das Ding nach unten durchrutschte.

"Gemäß den Regeln ist es nicht möglich, ohne eine Startnummer zu starten. Todd Lodwick wollte eine Ausnahme für Bill Demong, damit dieser später starten könne, aber das war nicht möglich. Jeder hat seine Startzeit", blieb FIS-Renndirektor Ulrich Wehling hart. "Ich bin wirklich traurig, weil unsere Hoffnung auf eine Medaille ist vorbei", meinte Johnny Spillane stellvertretend für das US-Team, das als zwölfte und letzte Nation nach dem Springen auf einen Start in der Loipe verzichtete.

 Aus dem ÖSV-Team zeigte Mario Stecher Mitgefühl: "Das finde ich blöd, es ist doch egal, ob er eine Nummer trägt oder nicht." (APA)

 

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