Langsam wird es mehr

26. Februar 2009, 13:15
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Elf Slow-Food-Produkte nehmen in der "Arche" Platz

Die ersten österreichischen „"Mitreisenden" sind in die "Arche des Geschmacks" eingestiegen: Elf heimische Produkte sind es, die sich nun offiziell als "Arche-" oder "Präsidia"-Produkte der internationalen "Slow Food"-Bewegung bezeichnen können. Sie wurden am Donnerstag von der hiesigen Slow-Food-Vorsitzenden Barbara van Melle, Arche-Noah-Chef Peter Zipser und Bio-Austria-Geschäftsführer Christoph Gleirscher präsentiert.

Hochwertige Renaissance

Da gibt es etwa den Wiesenwienerwald-Elsbeerbaum, von dem es nur noch einige 100 Bäume gibt, die zum Teil an die 300 Jahre alt sind. Aus denen wird "ein Wahnsinns-Edelbrand" (Zipser) gewonnen. Oder der Wiener Gemischte Satz, der schon fast in Vergessenheit geraten war und nun eine teils qualitativ hochwertige Renaissance erlebt.

Oder der Crocus-Austriacus-Safran, der schon im Jahr 1200 in der botanischen Literatur als bester Safran Europas beschrieben wurde. Der Innviertler Abgreifte Graukäse, der Bregenzerwälder Bergkäse, das Sulmtaler Huhn, der Lungauer Tauernroggen, der Vorarlberger Riebelmais, der Weingarten-Knoblauch, der Weingartenpfirsich - sie alle entsprechen den strengen Slow-Food-Kriterien: Die Produkte müssen sehr besonders oder hervorragend schmecken, sie müssen eine kulinarische Tradition in der Region repräsentieren, nachhaltig produziert werden, selten vorkommen und in traditioneller landwirtschaftlicher Produktion hergestellt werden."„Präsidia-Produkte" wie der Eisbeerbaum oder der Gemischte Satz werden überdies bei Vermarktung und Marketing unterstützt.

Das jüngste Slowfood-Mitglied: die Riesen von Aspern - Radieschen, die eine 100-jährige Tradition in Wien haben und die pro Jahr nur fünf Wochen am Markt sind. (Roman David-Freihsl/Der Standard/Printausgabe/27/02/2009)

  • Slow Food Käse
    foto: unistandard

    Slow Food Käse

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