Zellhofer weiß, was die Austria nicht mag

26. Februar 2009, 12:49
74 Postings

Altach geht heute gegen die Wiener runderneuert zu Werke, das Ziel bleibt ein altes: Klassenerhalt. Karl Daxbacher ist der Gegner ein gewisses Rätsel

Bregenz/Wien - Altach und Austria Wien, deren Spiele gegen den LASK bzw. Sturm Graz vor einer Woche den winterlichen Bedingungen zum Opfer gefallen sind, eröffnen am Freitag (19.30 Uhr) in der Cashpoint-Arena die 24. Runde der Bundesliga.

Das Schlusslicht präsentiert sich mit neuem Trainer (Georg Zellhofer), neuem Sportdirektor (Walter Hörmann), sieben neuen Spielern im Kader, einer neuen Torhymne und neuen Dressen, die erstmals seit 15 Jahren wieder im traditionellem schwarz und weiß gehalten sind. Das Ziel ist nicht neu: Klasse halten.

Auf einem Zettel in der SCR-Kabine sticht die Endstation Sehnsucht jedem immer wieder ins Auge. "Ganz oben ist zu lesen: neunter Platz", erzählte Zellhofer vor dem ersten Duell mit seinem früheren Arbeitgeber und meinte weiter: "Um unser Ziel zu erreichen, spielt es keine Rolle, ob wir jetzt das erste Spiel gewinnen oder verlieren." Damit versuchte er Druck von seiner Truppe, die er aufgrund ihres technischen Potenzials auf Rang fünf oder sechs des Feldes ansiedelt, zu nehmen.

"Aber ich kenne Austria besonders gut und weiß, was die Mannschaft nicht gern hat. Für mich ist es nun wichtig, eine gute Mischung zu finden und das, was wir im Training gemacht haben, auf dem Platz umzusetzen. Keiner darf sein Leiberl spazieren tragen", sagte der Oberösterreicher, der gleich sechs Neue in seiner Startelf aufbieten könnte.

Zellhofer, erst seit 12. Jänner als Nachfolger des Schweizers Urs Schönenberger im Amt, fehlte in der Vorbereitung die Zeit. "Wir hatten nur drei Wochen, um uns zusammenzuspielen. Für uns war es sicher kein Nachteil, dass unser erstes Spiel abgesagt worden ist. Dadurch haben wir eine zusätzliche Woche gewonnen", meinte der 48-Jährige, dessen Kapitän Kai Schoppitsch hinzufügte: "An den Herbst denkt keiner mehr, wir haben Kader und Umfeld verbessert, nun sind wir Spieler gefordert."

Der jüngste Sieg gegen die  Wiener datiert vom 3. November 2007, als Franz Schiemer in der 94. Minute mit einem Eigentor den 1:0-Heimsieg sicherte. So etwas ist diesmal nicht eingeplant. "Wir fahren nach Vorarlberg, um drei Punkte zu holen. Alles andere wäre eine Enttäuschung", nannte Karl Daxbacher seine Erwartungen.

Etwas gibt dem Austria-Trainer jedoch zu denken: "Wir kennen den Gegner fast nicht, das ist ein Nachteil. Hätte er vor einer Woche gespielt, hätten wir ihn beobachtet. Altach kennt uns sicher besser." (red/APA)

Technische Daten und möglichen Aufstellungen:

SCR Altach - Austria Wien (Freitag, Cashpoint-Arena, 19.30 Uhr/live Premiere Austria, SR Thomas Einwaller/Tirol). Bisherige Saison-Ergebnisse: 0:1 (heim), 1:2 (auswärts)

Altach: Schicklgruber - Stückler, Djordjevic, Guem, Sonko - Karatay, Koch, Vorisek, Schoppitsch - Radojevic, Jun. Ersatz: Michl - Mimm, Vishaj, Carreno/Ze Elias, Mattle, Konrad

Es fehlen: Adefemi (noch keine Spielbewilligung), Breuss, Simma, Pfister, Kiesenebner, Mayer, Kling, Pircher, Gramann, Pamminger (alle verletzt oder rekonvaleszent)

Austria: Safar - Standfest, Bak, Schiemer, Majstorovic - Krammer, Blanchard, Sulimani - Bazina, Acimovic - Okotie. Ersatz: Almer - Troyansky, Dragovic, Metz, Sun, Topic, Diabang

Es fehlen: Suttner (Bänderdehnung im Knöchel), Madl (Knorpelprellung im Knie), Hattenberger (Bänderriss im Knöchel), Netzer (Seitenbandriss im Knie)

 

 

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Einer der Altacher Neuen sitzt am Freitag sicher auf der Bank.

Share if you care.