Sich dick fühlen

4. März 2009, 12:57
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Immerhin 46 Prozent der ÖsterreicherInnen tun das und wollen ihre Essgewohnheiten ändern

Wien - Ein großer Teil der ÖsterreicherInnen fühlt sich zu dick: Bei einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Nielsen gaben 46 Prozent an, leicht oder stark übergewichtig zu sein. Zum Abnehmen würde die Mehrheit am ehesten die Essgewohnheiten ändern, beispielsweise durch Verzicht auf Zucker oder Fette. Richtige Diäten kommen für die ÖsterreicherInnen eher weniger infrage. Regelmäßig Sport treibt nur rund ein Drittel.

Knappe Mehrheit fühlt sich "normalgewichtig"

Das Selbstempfinden in punkto Übergewicht liegt in Österreich unter dem EU-Durchschnitt. Während sich europaweit etwa 55 Prozent als zu dick betrachten, sind es hierzulande neun Prozentpunkte weniger. 51 Prozent der ÖsterreicherInnen denken, sie seien normalgewichtig, EU-weit sind es 40 Prozent.

Um ihr Gewicht zu reduzieren, würden 85 Prozent der ÖsterreicherInnen, die abnehmen wollen, ihre Essgewohnheiten verändern. Etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) würde es mit körperlichen Aktivitäten versuchen. Pillen, Shakes und Medikamente kommen nur für sieben Prozent infrage.

Zucker und Fett reduzieren

Die Essgewohnheiten zu verändern bedeutet für 79 Prozent der abnehmwilligen ÖsterreicherInnen einen Verzicht auf Schokolade und Zucker. 70 Prozent meinen damit "Fette reduzieren" und 45 Prozent jener Gruppe, die ihr Gewicht reduzieren will, versuchen es mit mehr frischem und natürlichem Essen. "Dasselbe, aber kleinere Portionen" kommt nur für 34 Prozent infrage. Weight Watchers oder anderen Abnehmprogramme werden nur zwei Prozent der abnehmwilligen ÖsterreicherInnen in Erwägung gezogen.

Diäten ausprobieren scheint ebenfalls für die Wenigsten eine Option zu sein. 52 Prozent derjenigen mit dem Vorsatz abzunehmen versuchen mit körperlichen Aktivitäten Gewicht los zu werden.

Zu wenig Bewegung

Letzteren Vorsatz setzt ein großer Teil nicht sehr konsequent um. 35 Prozent geben an, weniger als einmal pro Woche Sport zu treiben, 18 Prozent haben überhaupt keine körperlichen Aktivitäten, denen sie regelmäßig nachgehen. Demgegenüber steht ein Drittel, das ein- bis zweimal in der Woche Sport treibt und 14 Prozent, die öfter als dreimal pro Woche sportlich aktiv sind. (APA)

 

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