Air France-KLM flirtet mit CSA

26. Februar 2009, 11:41
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Die französisch-niederländische Fluglinie würde für eine Beteiligung an der tschechischen Airline 200 Millionen Euro zahlen

Prag  - Die französisch-niederländische Fluglinie Air France-KLM will sich an der Privatisierung der tschechischen Fluglinie Czech Airlines (CSA) beteiligen, berichtete die tschechische Nachrichtenagentur CTK . Laut einem Artikel der französischen Zeitung "La Tribune" ist Air France-KLM bereit, 200 Mio. Euro zu bezahlen.

Tschechien hatte Anfang Februar einen Anteil von 91,5 Prozent an der CSA zum Verkauf ausgeschrieben. Die deutsche Lufthansa, Käufer der maroden Austrian Airlines (AUA), sei nicht interessiert, so die CTK. Der tschechische Finanzminister Ivan Fuksa hat erst kürzlich von zehn am Erwerb der CSA interessierten Unternehmen gesprochen. Unter anderem hat die russische Aeroflot in der Vergangenheit öfters ihr Interesse an der tschechischen Fluglinie bekundet. Allerdings können die Russen laut dem Internetportal "Euro" keinen tschechischen Partner für die Teilnahme an der Privatisierung finden. Hintergrund der Partnersuche ist, dass eine Bedingung der Ausschreibung vorschreibt, dass der potenzielle Käufer der Mehrheitsbeteiligung ein Unternehmen aus der EU sein muss.

Das tschechische Finanzministerium hatte am 5. Februar den Verkauf der Fluglinie ausgeschrieben. Bis 23. März können Interessenten ihr Interesse bekunden. Nachdem in einer ersten Runde die potenziellen Käufer ausgewählt werden, sollen sie Zugang zu den internen Geschäftsdaten der tschechischen Fluglinie bekommen, um verbindliche Angebote legen zu können. Der endgültige Käufer soll bis zum 30. September 2009 feststehen. (APA)

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