Schon 29 Opfer

25. Februar 2009, 21:11
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Um vier mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres

Wien - Bereits 29 Menschen sind in der heurigen Skisaison auf heimischen Pisten ums Leben gekommen - um vier mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Und das, obwohl die Helmquote steigt. Todesursache war bei fast der Hälfte der Fälle ein „interner Notfall", sieben Menschen sind nach Kollisionen gestorben, das geht aus einer Zwischenbilanz des Kuratoriums für Alpine Sicherheit hervor.


18 der 29 tödlich verunglückten Skifahrer hatten keinen Helm getragen, sechs waren mit Kopfschutz unterwegs, bei fünf war es nicht bekannt. Unter den Opfern befanden sich zwölf Deutsche und zwölf Österreicher, die weiteren Toten stammten aus Irland, Polen, aus der Schweiz, Slowenien und der Slowakei. Heuer gab es bisher bereits mehr tödliche Kollisionen unter Skifahrern als im gesamten Jahr davor mit fünf.


Für Schlagzeilen sorgte unter anderem der Zusammenstoß des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus am Neujahrstag auf der steirischen Riesneralm mit einer Wintersportlerin aus der Slowakei. Die Frau starb dabei. Vergangenes Wochenende zog sich der Ministerpräsident der Region Krakau, Marek Naware, schwere Kopfverletzungen bei einem Sturz im Salzburger Lungau zu.


Das schlechte Wetter in den Semesterferien hatte auch sein Gutes: Die ÖAMTC-Notfallhubschrauber mussten weniger oft fliegen: Insgesamt gab es 546 Einsätze nach Ski- und Snowboardunfällen, die meisten davon in Tirol. Verglichen mit den Energieferien 2008 ein Minus von zehn Prozent. (red, DER STANDARD Printausgabe 26.2.2009)

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