Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Der US-amerikanische Regisseur Noah Baumbach ist im deutschsprachigen Raum höchstens Eingeweihten ein Begriff. Verwunderlich ist das deshalb, weil seine Filme weder besonders marginal noch besonders erfolglos sind. Im Gegenteil handelte es sich bei seinem vorletzten Film "The Squid and the Whale" um einen veritablen Arthouse-Erfolg. Jeff Daniels und Laura Linney spielen darin ein intellektuelles Ehepaar im Brooklyn der 80er-Jahre, das im Streit auseinandergeht. Der Schwerpunkt des Films liegt jedoch auf den Kindern - zwei Brüdern, die auf die Eltern aufgeteilt werden. Mit viel Feingefühl partizipiert "The Squid and the Whale" an deren Sicht auf die verfahrenen Dinge und deckt die kleinen Verhaltensauffälligkeiten von Scheidungskindern auf, ohne sie je zu diffamieren.
"Margot at the Wedding", Baumbachs jüngste Arbeit, bewegt sich in einem vergleichbaren Milieu, wechselt aber auffällig die Tonart. Nicole Kidman - deren Mitwirkung sich allein ihrer Begeisterung für Baumbachs Autorenschaft verdankt - ist Margot, die gemeinsam mit ihrem Sohn Claude zur Hochzeit ihrer Schwester Pauline (Jennifer Jason Leigh) anreist. Was folgt, ist keineswegs der handelsübliche Großfamilienfilm samt Trauma und Erlösung, sondern eine filigrane, mehr an Filme von Eric Rohmer gemahnende Studie eingefahrener Beziehungsmuster. Margot toleriert kaum jemanden neben sich: Da ist es kein Wunder, dass sie Paulines Verlobten Malcolm (Jack Black), der am liebsten lange Leserbriefe schreibt, für einen jämmerlichen Versager hält. Baumbach macht es dem Zuschauer - anders als in "The Squid and the Whale" - hier ein wenig schwer, weil praktisch keine Figur richtig sympathisch ist. Ein jeder hat hier seine Defekte, und das Schöne daran ist, dass es dafür eigentlich keine Erklärung gibt. (Dominik Kamalzadeh / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.2.2009)
Paramount Home Entertainment, Region 2
In den Filmen des Regisseurs Whit Stillman werden bürgerliche Werte mit exzentrischen Ideen verteidigt - Nun ist die Campus-Komödie "Damsels in Distress" auf DVD erschienen
Mit "Margaret" hat US-Autor Kenneth Lonergan ein umwerfendes Drama um den Nachhall eines Unglücks geschaffen. Fast verschwand es in der Versenkung, nun gibt es den Film auf DVD
In John Flynns Rachethriller "Rolling Thunder" geht der Krieg zu Hause in die Verlängerung
Drei formschöne Filme des deutschen Regisseurs Thomas Arslan
Die US-Doku "Inside Job" nimmt Ursachen und Verursacher der Finanzkrise unter die Lupe
Vom gescheiterten Leben in den Banlieues: Jean-Claude Brisseaus spektakuläres Sozialdrama "Lärm und Wut"
Lev Kulešovs meisterhafter Stummfilm-Western "Po zakonu / Nach dem Gesetz" - mit neuem Score
Drew Barrymores bravouröses Regiedebüt "Whip It" huldigt der Freiheit auf Rollschuhen
Adam Greens "Frozen" ist perfekter Nervenkitzel für die startende Skisaison: Drei Läufer werden auf dem Lift vergessen
Eine Witwe macht kriminell Karriere: "Big Bad Mama" mit der großartigen Angie Dickinson
Eine DVD-Box versammelt Großtaten des kanadischen Dokumentaristen Allan King
Werner Herzogs flirrender Thriller "My Son, My Son What Have Ye Done?"
Ein ungewöhnlicher Thriller aus Griechenland: "Dogtooth" von Yorgos Lanthimos
Unter Wasser ist's zu eng: "Ponyo", der jüngste Film des Animationsmaestros Hayao Miyazaki
Vampire an der Macht: Ethan Hawke und Willem Dafoe in "Daybreakers"
Ein unbekannter Klassiker: Der japanische Regisseur Keisuke Kinoshita auf DVD
Kent Mackenzies "The Exiles", ein Juwel des unabhängigen US-Kinos
Mörderjagd im Zwielicht der Südstaaten-Vergangenheit: Bertrand Taverniers solider Dave-Robicheaux-Krimi "In The Electric Mist"
"Jennifer's Body", der zweite Streich von "Juno"-Autorin Diablo Cody, wendet sich den nachtschwarzen Seiten des Teenager-Daseins zu
Ein Klassiker des japanischen Popcorn-Kinos: Nobuhiko Obayashis durchgeknalltes Horrorspektakel "House"
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.