Finanzprobleme bei der World Fine Art Fair

25. Februar 2009, 19:22
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Salzburger Gastspiel der Messe ungewiss

Wien/Salzburg - Anfang Februar gab das veranstaltende "ArtCulturStudio" die Absage der Moskau World Fine Art Fair bekannt. Die Finanzkrise diente als Begründung. Auch das im August, während der Sommerfestspiele an der Salzach, terminisierte Gastspiel ist damit betroffen: Ob die Salzburg World Fine Art Fair (SWFAF) von 15. bis 23. August 2009 stattfindet, ist derzeit ungewiss. Nicht wegen Desinteresse der bisherigen Aussteller aus Österreich und dem Ausland, sondern in Ermangelung eines Finanziers.

Vor allem der Rückzug der Züricher Kantonalbank sowie jener von Lange & Söhne, so Messeorganisator Bruce Lamarche in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem Standard, stelle ihn vor ein großes Problem. In Zahlen ausgedrückt, geht es um eine Budgetlücke von zumindest 200.000 Euro bzw. die von der Landesregierung eingeforderte stolze Miete. "250.000 Euro für 18 Tage" , rechnet der Organisator vor, womit die Räumlichkeiten in der ehemaligen erzbischöflichen Residenz zweifelsfrei die teuersten Messequadratmeter weltweit seien.

Mit derlei Problemen hat man in Wien derzeit nicht zu kämpfen: Das Debüt der auf Zeichnungen spezialisierten "ArtAlbertina" vom 23. bis 27. September 2009 scheint unter guten Vorzeichen zu stehen. Während internationale Messeformate mit teils kurzfristigen Absagen ihrer Teilnehmer kämpfen, hat Organisator Wolfgang Pelz derzeit 36 Plätze fix vergeben.

Für die zwei verbleibenden Stände gibt es eine lange Warteliste. Lediglich Hauser & Wirth (Zürich/London) sowie Richard Nagy (London) hätten ihr ursprüngliches Interesse widerrufen. (kron / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26.2.2009)

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